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Ein erster Sondierungsbesuch in der letzten Woche hat gezeigt, dass unsere Partner des NIAAD,Makarere College und Affirmative Art Project vor Ort nicht nur eine große Begeisterung, sondern auch ein tiefes Verständnis für die vielschichtige Substanz von OUBEYs Kunst, für OUBEYs Lebens- und Arbeitseinstellung und auch für die Grundideen des OUBEY MINDKISS Projekts in diese Zusammenarbeit einbringen. Und die Arbeit unserer Partner in Uganda ist für uns nicht weniger interessant und bereichernd als unsere Arbeit für sie.

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Finden Sie in dieser PREZI mehr über die 3 Säulen von “Affirmative Art” heraus. Für mehr Bilder dieser Reise nach Uganda können Sie uns einfach auf unserer Facebook-, Google+-, oderInstagram-Seite besuchen.

Ein „Teilprojekt“ wie diese nächste Station der Global Tour in Uganda mit all ihren konzeptionellen und in diesem Fall vor allem auch logistischen Herausforderungen braucht dann im nächsten Schritt aber vor allem auch das persönliche Engagement und Commitment der Menschen vor Ort, die das selbst auch wirklich wollen und können. Diese Menschen haben wir gefunden:

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Im Foto von rechts: Kizito Maria Kasule, Dagmar Woyde-Koehler, Eirik Jarl Trondsen, Bruno Sserunkuuma

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Team dieser „Fantastic Four“ und werden alles dafür tun, dass diese nächste Station der Global Encounter Tour zu dem wird was sie werden kann: einem wirklich einzigartigen, bereichernden, interkulturellen Abenteuer … mit offenem Ausgang.

Das sagte einer der Gäste am Abend des 5thAnniversary Happenings im ZKM Karlsruhe zum Abschied, als er gehen musste, um seinen letzten Zug nach Frankfurt zu erreichen. Seine Resonanz ist kein Einzelfall. Sehr viele Rückmeldungen ähnlicher Art haben uns erreicht, nicht nur am 5. Mai in Karlsruhe, sondern auch schon zuvor in den Stationen der Global Encounter Tour und danach.

Unsere Resonanz auf diese Resonanz: Wir lassen OUBEY selbst zu Wort kommen mit einem ausführlichen Zitat aus einem Gespräch, das im Jahr 1992 anlässlich seiner ersten und einzigen Ausstellung zu Lebzeiten aufgezeichnet wurde. Darin beschreibt er die Art und Intention seines künstlerischen Schaffens.

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Der assoziative Bogen, den er in seiner Rede aufspannte, war ebenso inspirierend wie überraschend und reichte vom Shakespeare´schen Sonett über die Funkenexperimente von Heinrich Hertz bis hin zur Frage der Sterblichkeit unseres Sonnensystems.

Hier können Sie das Video mit der kompletten Rede von Peter Weibel sehen (Dauer: 6 Minuten).

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Hier ist eine davon:

„OUBEYs Bilder sind visionär. Sie eröffnen mir einen Blick in die Zukunft, obwohl sie mehr als dreißig Jahre alt sind.“

Speziell diese Resonanz brachte mich auf den Gedanken, hier im Blog – nach fünf Jahren OUBEY MINDKISS in der Öffentlichkeit – OUBEY erstmals selbst zu Wort kommen zu lassen, was die besondere Qualität seiner Bilder, aus seiner eigenen Sicht, betrifft. Hier deshalb ein bisher unveröffentlichter Ausschnitt aus dem Interview, das im Jahr 1992 anlässlich seiner ersten und einzigen Ausstellung zu Lebzeiten aufgezeichnet wurde. Auch wenn OUBEY sich hier an einer Stelle explizit auf die Qualitäten des Quadrats bezieht, wissen wir heute aus vielfältigster Resonanz, dass sich die von ihm beschriebene Wirkkraft seiner Bilder keineswegs auf die quadratischen Formate beschränkt:

„Die Veränderung in der Vorstellungswelt des Betrachters entsteht beim Bild nicht durch Außeneinwirkung, nicht dadurch, dass der Betrachter um das Objekt herumgeht und so z.B. Licht- und Schattenwirkung verändert, sondern dadurch, dass es sich in seinem Bewusstsein modifiziert, dort einen irreversiblen Prozess auslöst. Diese Leistung kann ein Bild, wenn es die entsprechende Qualität hat, erbringen. Dann entsteht die Bewegung auf der Bildfläche selbst; dann sind in diesem zweidimensionalen Objekt Schlüsselmomente, Schlüsselpunkte enthalten, die im Bewusstsein des Betrachters eine gezielte vierdimensionale Projektion auslösen, und zwar als eine Kette sich ständig neu zusammensetzender optischer Zusammenhänge. Die Bewegungsdynamik ist im Bild gespeichert.

Das Quadrat schafft die geometrische Grundvoraussetzung dafür, dass sich unter bestimmten Bedingungen Unordnung und Chaos in Ordnung verwandeln können. Das Bild ist innerhalb des Quadrats so angelegt, wobei das Quadrat als Symbol für einen gravitationsfernen Zustand steht, so dass sich ständig neue dynamische Zustände im Bewusstsein des Betrachters bilden können. Die Bilder von Jackson Pollock haben diese Qualität zum Teil auch, aber bei Jackson Pollock steht die Bewegungsdynamik des Malens so stark im Vordergrund, dass dieser Bewusstseinseindruck eher einer superben Monotonie auf einer hohen, komplexen Ebene gleicht und auf dieser Ebene stabilisiert wird.

Meine Bilder dagegen fügen sich immer wieder zu immer neuen Strukturen zusammen, über die gesamte Betrachtungsdauer hinweg. Sie haben eine Anfangsbetrachtungsdauer, in der das Bild eine Beunruhigung, eventuell eine Irritation oder eine Begeisterung auslöst. Im Laufe der Betrachtung kann man einen Weg zurücklegen, es kann ein stärkerer geistiger Prozess beim Betrachter stattfinden als bei anderen Bildern, die sich selbst klarer definieren und klarer darstellen. Die Prozesse, die sich im Bewusstsein des Betrachters abspielen können, versuche ich im Bild bewusst so anzulegen, dass der Endzustand offen bleibt. Ich akzeptiere also bewusst eine irreversible Struktur. Letztlich steht dahinter die Idee, dass die Betrachtung jedes Mal eine ganz neue, eigene Geschichte ist – und zwar als intendierter, ausdrücklich gewollter Wesenskern des Bildes.“

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Im Encounter von Frans Boeckhorst mit OUBEYs Bild „Die Reise der Monaden“ wird vieles von dem erlebbar, was OUBEY vor fast fünfundzwanzig über die von ihm intendierte Wirkungsweise seiner Bilder sagte.

Er war auch ein Freund von OUBEY, wie er selbst immer wieder sagte, obwohl er OUBEY nie persönlich kennenlernen konnte. Ich traf Peter Kruse zum ersten Mal persönlich, als OUBEY schon nicht mehr lebte. Was ihn zunächst an OUBEY faszinierte war die Geschichte: Dass ein Künstler mit einem Werk von solch außerordentlicher Qualität sich nach einer ersten erfolgreichen Ausstellung nicht weiter dem Markt anbieten und unterordnen will, sondern genau das Gegenteil tut – das fand er bemerkenswert und beeindruckend. Er sah das keineswegs als eine Art von Heldentum oder „sailing against all odds“. Peter Kruse war sich sofort sicher: „OUBEY konnte nicht anders.“ Ich denke, das war der entscheidende Verbindungspunkt einer Seelenverwandschaft, der zu dieser engen posthumen Freundschaft führte.

Nun ist also ein sehr guter Freund von OUBEY gestorben und das ist eine sehr neue Erfahrung für das OUBEY MINDKISS Projekt und auch für mich selbst. Ein Freund von OUBEY ist selbstredend ein Freund von mir und deshalb habe ich spontan „Ja“ gesagt, als ich am 2. Juni gefragt wurde, ob ich bereit sei, einen Nachruf auf Peter Kruse zu schreiben. „Ich tue es schweren Herzens, aber dennoch gerne“, sagte ich. Ehrensache für mich.

Was dabei herauskam ist kein Nachruf der gewohnten Art, sondern ein Brief an meinen Freund Peter. Dabei hat die geistige und seelische „Verwandtschaft“, die Peter Kruse zu OUBEY empfand, eine gewichtige Bedeutung. Aber es geht hier auch um meinen Freund, der mich so oft und auf verschiedensten Ebenen meines Tuns inspiriert hat und der immer verlässlich für mich da war, wenn ich ein Anliegen an ihn hatte.

So zuletzt, als er mir im März dieses Jahres zusagte, zum „5thAnniversary Happening of OUBEY MINDKISS“ wenn möglich selbst nach Karlsruhe ins ZKM zu kommen, für alle Fälle aber auch ein Videostatement zum aktuellen Entwicklungsstand des OUBEY MINDKISS Projekts beizutragen. Dieses Gespräch hat auf meinen innigen Wunsch hin dann Ulrike Reinhard, die nur dafür trotz engem Zeitplan aus Indien nach Deutschland einflog, mit Peter Kruse geführt. Und nun ist dies sein letztes auf Video festgehaltenes Statement für immer. Darin geht es am Ende um viele, absolut wichtige globale und gesamtgesellschaftliche Themen. Aber es geht darin vor allem und von Anfang an auch um OUBEY, um Peters Beziehung zu OUBEY und seiner Kunst und es geht um seine Einschätzung der Bedeutung, die das OUBEY MINDKISS Projekt mittlerweise einnimmt in einem komplett auf Kommerz und Markt orientierten Umfeld.

Hier mein Brief an Peter Kruse, posthum:

Lieber Peter,

von Dir Abschied zu nehmen fällt nicht leicht. An Dich zu schreiben macht es mir ein wenig leichter.

Wo andere ihr Limit haben, ging es bei Dir erst so richtig los. Rasant und dennoch tiefgründig. Substanzgeladen, extrem spannend. „Die kindliche Freude an der entgrenzten Gestaltung. Keinen Rahmen und keine Grenzen akzeptierend“ so nanntest Du das, was Dir aus jenem Bild von OUBEY entgegenkam, mit dem ich im Januar 2010 bei Dir auftauchte. Das warst auch Du. Freier Geist.

Eine außergewöhnliche Mischung aus unbestechlichem Intellekt und explosiver Leidenschaft. Konstruktive Streitbarkeit. Anstrengend unbequem für die einen, mitreißend und ansteckend für die anderen, für manche manchmal vielleicht auch einfach nur überwältigend. Unermüdlich ausdauernd, unerschütterlich, unerschöpflich. Geduldig und ungeduldig zugleich. Und immer hochtourig. Nie im Leerlauf.

Mitreißend einzigartige Vorträge, voll von überraschenden Verknüpfungen, Esprit und klugem Witz. Feuerwerk bester Unterhaltsamkeit auf höchstem Niveau – in Deutschland so nur selten zu finden. Ohne Eitelkeit. Freude am und Verpflichtung zum Teilen Deiner Gedanken und wertvollen Erkenntnisse. Ernsthaft engagiert. Erwartungsvoll. Anspruchsvoll.

Ganz neue, selbstentwickelte Methoden und Instrumente von bestechender Qualität. Messerscharf und präzise die daraus gewonnenen Analysen und Prognosen – Steilvorlagen für jeden, der durch vernünftig begründetes Handeln etwas zum Besseren verändern will. Niemals Selbstzweck. Angetrieben vom Wunsch nach intelligentem Handeln. Anstoß für das, was Du einen „gemeinschaftlichen Suchprozess nach geeigneten Lösungen und nach guter Führung“ genannt hast. Vernetzung als existenzielle Bedingung. Die Suche als Herausforderung und Aufgabe. Dringend notwendig.

Deine Partner, Kollegen und Mitstreiter werden weitermachen. Ohne Dich und doch auch mit Dir. Es wird nicht dasselbe sein. Aber es wird sein. Dafür hast Du gesorgt mit dem was Du geschaffen und hinterlassen hast. Das ist gut so. Wenigstens das.

Auch ich mache weiter. Dein Statement zum 5thAnniversary des MINDKISS Projekts, gerade mal fünf Wochen alt, wurde über Nacht zu Deinem Abschiedsgeschenk. Es wird OUBEY und mich begleiten. Wird uns und hoffentlich auch andere inspirieren. Zum Glück.

Wie es ist, wenn der Geist den Körper verlässt, wissen nur die, die es erlebt haben. Du hast es nun erlebt. Zu früh, wie ich finde. Durch Erwin Schrödinger wissen wir noch Lebenden aber doch zumindest schon mal eines: „Der Geist kann durch die Zeit nicht vernichtet werden.“ So gesehen gibt es ihn noch, den freien Geist, der in Dir lebte. Das ist eine schöne Vorstellung, finde ich. Sie ist tröstlich, aber sie ändert nichts daran, dass Du uns fehlen wirst.

Dagmar

Hier können Sie Peter Kruse´s Begegnung mit einem von OUBEYs Bildern anschauen. Hier finden Sie den dreiminütigen OUBEY Complexity Film, in dem mit Peter Kruses Einverständnis ausschließlich Zitate aus seinem Encounter mit OUBEYs Bild verwendet wurden.

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Und hier finden Sie Kruse´s Statement zur Bedeutung von OUBEY, seiner Kunst und der Arbeit des MINDKISS Projekts anlässlich des 5thAnniversary vom 20. April 2015.

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Tieftraurig nehme ich Abschied von Peter Kruse, der am 1. Juni ganz und gar unerwartet gestorben ist. Seine Beziehung zu OUBEY war wohl einzigartig. Er selbst nannte es eine Seelenverwandschaft und durch die Begegnung mit OUBEY und seinem Werk entstand hier posthum eine innige Beziehung, die sehr bald zu einer gemeinsamen Freundschaft zwischen uns Drei führte.

In seinem Statement zum 5thAnniversary von OUBEY MINDKISS, gerade mal fünf Wochen alt, hat Peter Kruse dies noch einmal auf sehr persönliche Weise zum Ausdruck gebracht. Nun wurde es über Nacht zu seinem Abschiedsgeschenk. Und nun sind beide in derselben, anderen Welt vereint, von der wir Lebenden nur so viel wissen: dass wir alle eines Tages dort sein werden.

Die Zeichnung von OUBEY gehört zu denen, die Peter Kruse regelrecht elektrisiert haben, als er sie zum ersten Mal sah. „Ich weiß genau, was er im Kopf hatte, als er das zeichnete“ war sein spontaner Kommentar. Ich habe ihm das sofort geglaubt, obwohl mir klar war, dass das eigentlich nicht sein kann. So war das. Wir widmen diese Zeichnung heute unserem Freund Peter Kruse in dem Wunsch, dass das, wofür er stand und was er vorantreiben wollte, nicht in Vergessenheit geraten wird, und in der Hoffnung, dass es eine nachhaltig wirkende Fortsetzung findet.

Lesen Sie mehr dazu und unseren Abschiedsbrief an Peter Kruse im aktuellen OUBEY Blog.

 

Bisher hat dieses Projekt einfach nur gearbeitet und stattgefunden. Es hat Erlebnisse und Begegnungen mit Menschen unterschiedlichster Herkunft und Profession auf der ganzen Welt ermöglicht, Situationen und Fakten geschaffen, OUBEYs Kunst und sein eigenes Tun im Internet publiziert. Immer wieder hatte es in dem Resonanzraum, den es schuf, Kommentare und Rückmeldungen erhalten im Laufe der letzten Jahre. Nun aber begab es sich – erstmals öffentlich – auf die Meta-Ebene der Einordnung seines Tuns durch andere Menschen.

Dass sich zwei versierte und renommierte Denker wie Professor Peter Kruse und Professor Peter Weibel hierzu äußern würden, erzeugte schon im Vorfeld eine neugierige Spannung. Am Abend des 5. Mai konnte ich dann, gemeinsam mit unseren Gästen im ZKM, hören was diese beiden zum OUBEY MINDKISS Projekt zu sagen haben. Hier ein kurzes Video das einen Gesamteindruck vom Happening vermittelt und auch einige Ausschnitte aus den Redebeiträgen enthält.

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Beginnend mit der Frage, was eigentlich ein „MINDKISS“ sei, hinterfragte Peter Weibel zur Eröffnung in einem assoziativen gedanklichen Streifzug durch Wissenschaft, Poetik und Technik OUBEYs ureigene Wortschöpfung – sowohl was die Seite des „MIND“ als auch was die Seite des „KISS“ betrifft.

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Um dann zu dem aus seiner Sicht einzigartigen Ansatz des Projekts zu kommen, den er darin sieht, dass es hier gelungen ist, „diese materielle Malerei mit ihrem materiellen Trägermedium zu übertragen in die Welt der elektromagnetischen Wellen. Dagmar Woyde-Koehler hat diese Bilder aus der alten analogen Welt übertragen in die neue, digitale Welt. Das ist eine einzigartige Leistung. (…) Der Maler befand sich eigentlich gewissermaßen schon in einem anderen Speichermedium. Er war gewissermaßen mumifiziert, er war eigentlich tot. Aber ich kann ihn wiedererwecken, indem ich ihn übertrage in digitale Daten.“

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So brachte Peter Weibel genau auf den Punkt, was wir bisher im OUBEY MINDKISS Projekt getan haben und wir werden diesen Ansatz in den nächsten Jahren konsequent und kreativ weiterentwickeln. Mit der „Digital Discovery“ haben wir den nächsten grenzüberschreitenden Schritt in diese Richtung bereits getan. Durch Weibels Statement, aber auch durch die begeisterte Reaktion all unserer Gäste auf die Weltneuheit dieser Digital Discovery Technik sehen wir uns in unserem eigenwilligen Ansatz voll und ganz bestätigt.

Ganz andere Akzente setzte Prof. Peter Kruse in seinem Gespräch mit der InternetjournalistinUlrike Reinhard anlässlich des 5thAnniversary, das als Video am Abend des Happening im ZKM eingespielt wurde. Die drei aus seiner Sicht wesentlichen Dimensionen dieses Projekts brachte er darin auf folgenden Nenner: Es ist empathisch, experimentell und provokativ.

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Kruse beschreibt hier nicht nur authentisch seine Erfahrungen aus der Begegnung mit OUBEYs Kunst und dem OUBEY MINDKISS Projekt. Er zeigt auch das Wachstumspotenzial dieses Projekts als offen und interaktiv gestalteter Prozess und als kulturell-kommunikatives Experiment. Und schließlich liefert er darüber hinaus auch eine äußerst kritische Analyse dessen, was derzeit global in den Märkten und besonders im Kunstmarkt abgeht, ausgehend von der beherrschenden Stellung des Finanzmarkts und den daraus folgenden Wirkungen aufs Gesamtsystem in alle Bereiche der Gesellschaft – bis hinein in den Kulturbetrieb und die Kunst.

Die Gäste folgten seinen Ausführungen mit großem Interesse und diskutierten darüber im weiteren Verlauf des Abends sehr lebhaft. Inzwischen hat Ulrike Reinhard in ihrem Blog selbst über das Projekt und ihr Gespräch mit Prof. Kruse geschrieben. Diesen Beitrag kann man hier lesen.

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Fazit aus unserer Sicht: Dem OUBEY MINDKISS Projekt ist es gelungen, sich einen Freiraum zu schaffen, der aus der Sicht von Prof. Kruse als Modell dafür steht, wie Kunst und Kultur erlebbar für die Öffentlichkeit werden kann und sollte – frei von den Regeln des Markts. Genau darin sieht er ein Potenzial der Provokation. Dabei ist es aus Sicht von Prof. Weibel zugleich auch gelungen, das Werk eines jung verstorbenen Künstlers posthum zu neuem Leben zu erwecken, indem es aus der analogen Welt in die digitale Welt transformiert wird.

Für mich stellt sich das, was im OUBEY MINDKISS Projekt abgeht, als energetischer Stoffwechsel dar – ein Metabolismus der besonderen Art. Es lebt aus der Urkraft von OUBEYs freiem Geist, wie er in seinen Bildern zum Ausdruck kommt. Es übernimmt diese Urkraft und transformiert sie in ganz neue und sehr offene Prozesse des Entdeckens und Erkennens. Und es erzeugt auf diese Weise einen Resonanzraum der sich zunehmend zu einem kollektiven Möglichkeitsraum entwickelt. Aus diesem Raum erhält das Projekt kontinuierlich neue Impulse. Der Raum nimmt die Impulse aus der Kunst auf und die Kunst wird lebendig im Raum. Das Projekt sorgt dafür, dass dieser Stoffwechsel möglich wird.

So lebt OUBEYs geistige Autonomie im MINDKISS Projekt auf neue, eigene Weise weiter. Seinen Spuren folgend nehme ich mir alle Freiheiten – auch die, den etablierten Kunstbetrieb zu ignorieren. Ich tue das was ich richtig und sinnvoll finde, was zur Art von OUBEYs Denken und Schaffen aus meiner Sicht am besten passt und – nicht zuletzt – was Menschen in aller Welt ganz offensichtlich viel Vergnügen in der Begegnung mit seiner Kunst bereitet. Sollte diese eine provokative Wirkung haben, dann wäre das zwar nicht beabsichtigt. Aber es hätte es bestimmt einen Sinn.

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Nichts von allem, was bisher erreicht wurde, hätte jemals erreicht werden können ohne die begeisterte und professionelle Unterstützung durch eine kontinuierlich wachsende Zahl von wunderbaren Menschen auf der ganzen Welt. Vier von Ihnen haben, stellvertretend für viele andere, einen kurzen Videogruß an uns geschickt, den Sie hier anschauen können. Ihnen und allen anderen Partnern und Freunden auf der ganzen Welt möchte ich heute und an dieser Stelle von Herzen danken: Ihr seid großartig und ich bin froh, dass Ihr Teil dieser OUBEY MINDKISS Community seid!

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Als einer der ersten überhaupt erlebte Prof. Kruse im Februar 2010 einen „Encounter“ mit einem von OUBEYs Bildern. Eine empathische Begegnung, „fast wie mit einem Seelenverwandten“, meint er heute dazu.

Das organische Wachstum des Projekts in einem offen gestalteten, interaktiven Prozess – Kruse bezeichnet ihn als „kulturell-kommunikatives Experiment“ – verfolgte er von da an mit Interesse. Inzwischen hat das Projekt aufgrund seiner eigenwilligen Herangehensweise, alle Regeln des spekulativen Kunstmarkts ignorierend, aus Kruses Sicht den Charakter eines Gegenmodells zum Kunstmarkt entwickelt und wirkt für ihn in diesem positiven Sinn als Provokation.

Unser nächster Blogbeitrag mit dem Titel „Ein Metabolismus der besonderen Art“ reflektiert unter anderem auch die Resonanz von Prof. Kruse. Er erscheint am 27. Mai.

Hier ein erster Fotobericht. Ein kurzer Videofilm ist in Arbeit und folgt demnächst.

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OUBEYs PhotonPainting „POW“, Key Visual des 5thAnniversary, begrüßte – freischwebend im Raum des großen Lichthofs – die ankommenden Gäste.

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OUBEYs originale Werke in Verbindung mit den Encounter Videos wurden zum allerersten Mal in Karlsruhe gezeigt – der Stadt, in der sie vor vielen Jahren entstanden sind.

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Bereits am Nachmittag kamen einige vorbei, um sich in Ruhe alles anzuschauen, was es zu sehen gab.

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Zum Einklang des „Special Happening“ gab es gleich schon mal eine schöne Überraschung:SennerJazz erfüllte den Raum des Lichthofs mit dem ungewöhnlichen Klang von Alphörnern zu Melodien von George Gershwin.

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Dagmar Woyde-Koehler begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste. Mit einem Augenzwinkern stellte sie das 5thAnniversary in die Reihe der großen Anniversaries dieses Jahres: 100 Jahre Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein, 25 Jahre Hubble Weltraumteleskop und 5 Jahre OUBEY MINDKISS.

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Freunde und Partner von OUBEY MINDKISS, die selbst nicht nach Karlsruhe kommen konnten, schickten ihre Glückwünsche per Video aus New York und Berlin. So Stefan Sagmeister, Partner der allerersten Stunde, Regisseur Bernd Müller, Webmaster Jurgen Altziebler und Christoph Brosius, der mit seinem Team die „OUBEY Digital Discovery“ entwickelte. Hier bitte klicken – dann können Sie das Grußvideo anschauen.

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Prof. Peter Weibel, Direktor des ZKM, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste mit einem inspirierenden Begrüßungsvortrag auf die Frage einzustimmen, was ein „MINDKISS“ ist – eine grenzgängerische Reise, die die Welten von Wissenschaft, Philosophie und Alltagserfahrung miteinander verknüpfte.

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Das Projekt kommuniziert mit seiner weltweiten Community vor allem übers Internet. Dies war auch am Abend des Happenings nicht anders.

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Prof. Peter Kruse konnte leider nicht selbst nach Karlsruhe kommen. Seinem Videobeitrag zur Einordnung des OUBEY MINDKISS Projekts in den Kontext derzeitiger gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen folgten die Gäste mit großem Interesse. Er sorgte für jede Menge Gesprächsstoff am weiteren Abend. Das Video mit dem Vortrag geht nächste Woche online auf OUBEYs YouTube Kanal.

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Über diese und viele andere Fragen ging es in den Gesprächen, die Dagmar Woyde-Koehler mit ihren Gästen führte.

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Jeder Gast hatte auch die Möglichkeit, einem von OUBEYs Bildern in einem „Open Encounter“ zu begegnen. Leider konnten aus Zeitgründen nicht alle, die diese Möglichkeiten nutzen wollten, zum Zug kommen. Das tut uns sehr leid. Wir hoffen, dass es hierfür irgendwann eine nächste Gelegenheit geben wird.

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Die „Digital Discovery“ war ein Highlight der besonderen Art und ist zugleich eine Weltneuheit: Fünf von OUBEYs Bildern können nun mit Hilfe einer speziellen Technik auf experimentelle Weise interaktiv erkundet werden. Mehr dazu hier.

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Am Ende des Abends warteten alle gespannt auf die Auslosung des Gewinners, der das PhotonPainting „POW“, so wie es großformatig im ZKM präsentiert wurde, als neuer Besitzer mit nach Hause nehmen durfte. Jeder Gast hatte die Chance an dieser Auslosung teilzunehmen.

Die Glücksfee des Abends zog den Coupon und so gewann Eva, die extra aus Paris nach Karlsruhe anreiste, um an diesem Abend dabei sein zu können, das PhotonPainting „POW“ von OUBEY. Auch wenn wohl jeder im Raum gehofft hatte, das Bild selbst mit nach Hause zu nehmen, gönnten die Gäste Eva diesen Glückstreffer von Herzen.

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Das Happening erlebte gut gelaunte Gäste, von denen viele mehr als drei Stunden blieben, um sich alles anschauen und ausprobieren zu können. „Hier kann man Begeisterungsfähigkeit lernen“ stand auf einem der Tweet-Sheets, auf denen die Gäste ihre Kommentare notieren konnten.

Wir bedanken uns bei allen, die durch ihre großartige Unterstützung und Zusammenarbeit das Gelingen dieses Abends möglich gemacht haben, allen voran Peter Kammerer.

Die Fotos machte Uli Deck, der auch schon beim Launch vor fünf Jahren fotografierte.

 

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Wenn Sie wissen möchten, was die vier in ihren Botschaften gesagt haben, klicken Sie hier

Bedingt durch die Erddrehung erreichte sie irgendwann genau die Position am Himmel, von der aus ihre Strahlen mit aller Kraft und Pracht durch die Fenster in den Raum und direkt auf OUBEYs Bild schienen. Was sich von da an auf und in diesem Bild abspielte, war spektakulär.

Das berauschende Blau des Bildes verwandelte sich in ein leuchtendes Violett und die schon zuvor erkennbare Dreidimensionalität der Tiefenstruktur steigerte sich in eine ungeahnte Plastizität. Die Reflektionen des Sonnenlichts lockten aus dem scheinbar bekannten Bild ganz neue Bilder hervor, obwohl das Bild selbst objektiv natürlich immer genau dasselbe blieb. Wir waren sprachlos begeistert. Ein solches Erlebnis in der Begegnung mit einem Kunstwerk hatte keiner von uns bisher gekannt und wir konnten uns nicht satt sehen an dem, was sich uns da offenbarte.

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Seit diesem Erlebnis auf Maui beschäftigte mich die Frage, ob man ein solches Erlebnis vielleicht auch anderen Menschen zugänglich machen könnte. Aber wer hat schon Zeit, auf den Moment zu warten, an dem die Sonne im richtigen Winkel auf ein Bild von OUBEY scheint? Und wer hat schon die Möglichkeit, genau in diesem Moment ein Bild vor sich zu haben, das auf das Licht der Sonne dermaßen intensiv reagieren kann wie eins dieser Bilder von OUBEY?

Nun gibt es eine Antwort: Sie heißt „Digital Discovery“. Im Digital Discovery kann jeder Mensch grundsätzlich an jedem Ort und in kurzer Zeit die Einflussnahme des natürlichen Lichtspiels der Sonne auf eins von OUBEYs Bildern selbst verändern und sich damit auf eine sensationelle Entdeckungsreise durch OUBEYs Bilder hindurch begeben. Was sich natürlicherweise über den Zeitraum von 24 Stunden erstreckt, kann dank dieser einzigartigen Technik nun ganz nach Wunsch des Betrachters jederzeit herbeigeholt, vor- und zurückbewegt werden in der Zeit und auch quer über die Fläche des Bildes hinweg, das auf einem Bildschirm sichtbar wird, der den Maßen von OUBEYs Bildern entspricht. Basis hierfür ist eine 3D-Reproduktion der Bilder, die dem Original so nah kommt wie nur irgend möglich.

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Das passt zu OUBEY, für den das „Malen mit Licht“ schon früh ein Zielpunkt seiner Arbeit war. Die technischen Möglichkeiten hierfür waren zu einer Zeit allerdings leider noch sehr begrenzt. Und es passt auch zum Ansatz des OUBEY MINDKISS Projekts. Hier gibt es keine Experteninterpretation. Jeder Mensch bringt seine Sichtweise ein und bereichert auf diese Weise die Sichtweise anderer Menschen. Die Sonne als einflussnehmender Faktor ist hierbei herzlich willkommen: Beim Sonnenaufgang sieht das Bild in seinen Farben und Strukturen anders aus als am Mittag oder bei Sonnenuntergang oder in der Nacht. Alles ist ein Prozess, nichts ist immer gleich. Jede Situation hat ihren eigenen Reiz, ihre besondere Qualität.

Mit “Digital Discovery” setzt sich das OUBEY MINDKISS Projekt ein weiteres Mal mit ganz eigenen Mitteln über die konventionellen Präsentationsregeln und Wahrnehmungsmuster des etablierten Kunstbetriebs hinweg. An die Stelle der Fixierung des Bildes an einem perfekten Platz in perfekter Ausleuchtung tritt die Lebendigkeit einer dynamischen Auseinandersetzung aus wechselnden Perspektiven. Immer und immer wieder.

In der „Digital Discovery“ kann das nun erstmals jeder erleben, der beim 5thAnniversary of OUBEY MINDKISS am 5. Mai im ZKM Karlsruhe dabei sein kann. Wir sind gespannt auf die Resonanz.

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Fritz Haller und OUBEY waren sich in den Jahren 1981/82 an der Universität Karlsruhe begegnet, wo OUBEY Architektur studierte und Haller kurz zuvor den Lehrstuhl für „Baugestaltung und Baukonstruktion“ übernommen hatte. In der ersten gemeinsamen Nacht unseres Lebens, als wir uns Geschichten aus unserem bisherigen Leben erzählten und unsere Zukunftsideen austauschten, gehörten OUBEYs begeisterte Schilderungen von der Person seines Professors und Projekten wie „Integral Urban“ oder „Prototypische Raumkolonien“, die er durch Fritz Haller kennengelernt hatte, zu dem, was mir bis heute lebendig im Gedächtnis geblieben ist.

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Fritz Haller gehörte zu den ganz wenigen Menschen, deren Autorität OUBEY nahezu uneingeschränkt anerkannte. Ein gelernter Zimmermann, der als Autodidakt das etablierte universitäre Umfeld mit seiner visionären Vorstellungskraft und seiner unkonventionellen Vorgehensweise weit überragte. So jedenfalls sah es OUBEY und empfand den Professor als ermutigendes Modell dafür, wie weit man es bringen kann, wenn man sich nicht den Konventionen unterwirft und seinen eigenen Weg geht. Und Haller akzeptierte den jungen OUBEY, der so gar nicht ins Schema des braven, fleißigen, ehrgeizigen Architekturstudenten passte. Wenn andere Klappstühle entwarfen, wie es die Aufgabe verlangte, entwickelte OUBEY stattdessen den Rotationsvektor und damit die Basis eines eigenen und eigenwilligen mathematischen Ansatzes. „Haller akzeptierte das als Ergebnis für die Entwicklung eines Klappstuhls und meinte, das sei interessant. Daran solle ich weiterarbeiten“, erzählte OUBEY 1992. Was Haller dann letztlich selbst tat, weil OUBEY das Ganze nicht weiterverfolgte.

Die herausragende Bedeutung, die Haller für den jungen OUBEY am Scheideweg zwischen Architektur und Kunst hatte, wird insbesondere aus der Tatsache ersichtlich, dass OUBEY ihm ein Triptychon widmete, das er nach der „mehrzelligen Grundstruktur orthogonaler Systeme“ benannte, die von Haller entwickelt worden war: 27 Cube Memory System. Außer Fritz Haller gibt es nur zwei Personen, denen OUBEY je ein Bild gewidmet hat: Gottfried Wilhelm Leibniz mit dem Bild „Die Reise der Monaden“ und Albert Einstein mit dem Bild „Einsteins Tränen“, dessen Titel zugleich auch auf den Titel eines Perry Rhodan Romans anspielt.

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Das „27 Cube Memory System“ erklärt den grundsätzlichen Aufbau eines jeden Würfels, der sich aus insgesamt 27 Würfeln, bestehend aus vier unterschiedlichen Würfeltypen, zusammensetzt. Das Ganze funktioniert nur, wenn die Würfel, die sich durch eine unterschiedliche Zahl offener Seiten voneinander unterscheiden, in der richtigen Weise angeordnet werden. Ein intelligentes Bausystem, bestechend, scheinbar einfach, aber keineswegs trivial.

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Im gleichnamigen Triptychon geht es aber weniger um das Würfelsystem, wenngleich sich im mittleren Bildteil viele Anspielungen darauf finden lassen sowie auch der Name „Fritz Haller“ – eingeritzt in die äußere Kruste der dick aufgetragenen Farbschicht. Der Name ist nur zu finden, wenn man aus großer Nähe gezielt danach sucht. Haller selbst hat ihn trotz fortgeschrittener Parkinsonerkrankung erstaunlicherweise sofort erkannt, als ich 2005 das Bild zu ihm brachte. Eine große Fotoreproduktion des Triptychons mit einer Widmung ließ ich als Erinnerung an das außergewöhnliche und auch außerirdische Wiedersehenzwischen Haller und OUBEY in Bern und erhielt meinerseits als Geschenk den umfangreichen Katalog zu Hallers Einzelausstellung im Berliner Gropius Bau, die OUBEY und ich seinerzeit leider verpasst haben. In den sieben folgenden Jahren bis zum Tod von Fritz Haller, besuchte ich ihn und seine Frau jedes Jahr und so wurden wir Freunde.

In diesem dreiteiligen Bild, so sagte es OUBEY als wir einmal mehr über dieses Bild sprachen, findet auch der für ihn existenzielle Entscheidungsprozess des Jahres 1983 seinen künstlerischen Ausdruck: Architektur studierend und dabei die Kunst in sich tragend = durch die Begegnung mit Haller, dem großartigen Architekten, ermutigt dem Herzen zu folgen und eigenen Weg zu gehen = und so die Architektur hinter sich lassend, um fortan als freier Künstler zu leben und zu arbeiten. Dies ist unschwer lesbar, wenn man sich dem Bild intensiv widmet. Doch ohne das Wissen um diesen persönlichen Hintergrund des Werks würde man es vielleicht einfach nur so sehen, dass unser Weg vom Leben – das ja als Leben immer auch ein Sterben ist – durch den Tod in die Freiheit des Geistes und der Seele führt. Der Tod steht nicht am Ende, sondern im Zentrum. Er ist Brücke, Tor und Schlüssel aus der hiesigen körperlich gebundenen Existenzform des Geistes in eine andere, immaterielle energetische Form. Auch diese Sichtweise auf das Bild hat OUBEY selbst einmal geäußert in jenem Gespräch im Jahr 1992. Dieser Sichtweise folgend habe ich im Mai 2005, als ich von meinem Besuch beim inzwischen verstorbenen Fritz Haller aus Bern zurückkam, meine eigenen Gedanken zu diesem Bild in Form eines Gedichts zum Ausdruck gebracht. Ob und wenn ja wann ich es veröffentlichen werde, weiß ich noch nicht.

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Das rechte Flügelbild des Triptychons erlebte übrigens bereits zweimal einen Encounter – einer davon steht online und zeigt seine Begegnung mit der Maori Violinistin Elena. Sie hatte von alldem, was in diesem Beitrag zu lesen ist, selbstverständlich nicht die geringste Ahnung. Umso interessanter sind ihre Assoziationen und Entdeckungen. „Das leidenschaftliche Rot sehnt sich nach der Freiheit im unendlichen Blau“ war einer der Gedanken in dem anderen dieser beiden Encounter, der nicht online steht.

Nach zehn Jahren Projektarbeit und fünf Jahren OUBEY MINDKISS in der Öffentlichkeit, ist eine wichtige Phase des Projekts abgeschlossen und eine nächste Phase beginnt. Zahlreiche Menschen haben sich zu diesem Triptychon geäußert, mit interessanten Unterschieden und erstaunlichen Übereinstimmungen. Die Gefahr einer verengten Sichtweise besteht nicht mehr. Zudem ist die Serie der persönlichen Encounters mit OUBEYs Bildern beendet – abgesehen von dem einzigen bisher noch unerfüllt gebliebenen Wunsch einer Begegnung mit einem Astronauten. Das Triptychon wird also sicher nicht zu einem Encounter reisen. Deshalb kann ich heute erstmals einen Gedanken wie diese veröffentlichen und Ihnen damit auch OUBEY selbst vielleicht ein wenig näher bringen. Ich freue mich darüber, dass das möglich ist und denke, OUBEY sieht das genauso.


Wenn Sie sich das Mittelbild des Triptychons mit seinen Einritzungen gerne einmal aus nächster Nähe anschauen und den Namen von Fritz Haller finden wollen, können Sie dies beim„Virtuellen 360 Grad Besuch“ in OUBEYs Atelier tun.

Wir danken allen, die OUBEY MINDKISS bisher unterstützt und voran gebracht haben!

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Und wir freuen uns auf die Fortsetzung einer kreativen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit allen, die sich in der Zukunft einbringen und mitwirken wollen.

 

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Wenn Sie Dagmar Woyde-Koehler persönlich treffen und mit ihr sprechen wollen, dann kommen Sie am Dienstag, den 5. Mai zwischen 14 und 22 Uhr ins ZKM Karlsruhe zum 5th Anniversary Happening von OUBEY MINDKISS.

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Jeder Gast hat an diesem Tag übrigens die Chance, die XL-Hochglanz-Version von OUBEYs PhotonPainting „POW“ zu gewinnen – dem malerischen Gegenstück zur Karte vom „Expanding Universe of OUBEY MINDKISS“. Es steht symbolisch für die explosive Kraft von OUBEYs Kunst und die expandierende Wirkung der Projektarbeit bei der Verbreitung seiner Kunst auf der ganzen Welt.

 

Die Ziehung der Gewinner, die vor wenigen Stunden in OUBEYs Atelier stattfand, war ein großer Spaß und wurde filmisch dokumentiert. Wenn Sie wissen wollen, wer die Gewinner sind, schauen Sie sich einfach dieses kurze Video an.

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Wir gratulieren allen Gewinnern ganz herzlich!

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