Heute leiten wir aus dem filmisch dokumentierten eindrucksvollen Verhalten von Vogelschwärmen angesichts der Bedrohung durch einen Raubvogel ab, dass wir als Menschen eine kollektive Intelligenz entwickeln müssen wie es Vögel in ihrer kollektiven Schwarmintelligenz tun.

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Wären wir als Menschen in der Lage, uns so zu verhalten wie tausende von Vögeln es instinktiv tun, wenn sie den natürlichen Regeln der Schwarmintelligenz folgen, um ihr Leben zu retten, dann wären wir Vögel, aber keine Menschen.

Die Evolution hat uns Menschen mit einem Gehirn ausgestattet, dessen Intelligenz nicht unbedingt den Regeln der Schwarmintelligenz folgt. Die Freiheit des Geistes zur individuellen Entscheidung zeichnet das Wesen des Menschseins auf diesem Planeten aus – mit all seinen Vor- und Nachteilen.

Wenn wir kollektiv intelligent handeln wollten, müssten wir uns eigene Muster und Regeln ausdenken, die solches Verhalten begünstigen. Und dies wäre keineswegs eine Frage rationaler Klärung, sondern vor allem auch eine Frage der Energie, die aus emotionaler Zustimmung erwächst. Ein Prinzip des Menschseins lautet bislang immer noch: Ich tue das, was ich tun will – soweit es mir nur irgendwie möglich ist.

Wenn wir meinen, dass sich die Muster und Regeln unseres Verhaltens in Richtung einer Nutzung unseres kollektiven Intelligenzpotenzials ändern sollten, dann müßte dieser Prozess genau an dieser Fragestellung beginnen: Ich müßte wissen, warum ich dies und nichts anderes tun will – selbst wenn es auf den ersten Blick und im ersten Schritt vielleicht weniger meinem Eigeninteresse nützt als dem Überleben der Gesamtheit – und damit am Ende der Handlungskette auch mir. Ist das die evolutionsgeschichtliche Bewusstseinshürde, die wir überspringen müssten, um uns kollektiv intelligent verhalten zu können?

Was mich am beobachtbaren Verhalten der Vögel im Alltag immer wieder beschäftigt, ist die Frage, wie es für ein Gattungswesen wie den Vogel wohl sein mag, sich den radikal veränderten Lebensbedingungen, wie sie von uns Menschen in den letzten 100 Jahren geschaffen wurden, anzupassen.

Wenn ich am Wochenende manchmal auf dem Land bin, erlebe ich, wie sich alle Vögel, auch die größeren wie Kolkraben, Elstern und Reiher bei Einbruch der Dunkelheit in die Bäume und an entlegene Plätze zurückziehen und verstummen. Wenn ich unter der Woche in der Stadt bin und abends in der Dunkelheit auf den Balkon gehe, sind die Stadtvögel noch bis spät in die Nacht hinein aktiv, fliegen die Raben scharenweise noch munter über die Dächer, versammeln sich auf den Giebeln und den Stromleitungen der Straßenbeleuchtung.

Geht es ihnen gut, diesen Vögeln in der Stadt, frage ich mich, wenn ich sie da so aktiv in der Dunkelheit herumfliegen sehe. Wann kommen sie zur Ruhe? Gibt es ein Limit an Lärm und künstlichem Licht, das sie ertragen können? Oder mutieren sie mit uns gemeinsam in eine Welt hinein, die nichts mehr mit der Welt zu tun hat, aus der sie kommen.

2014-03-31_blog61_1 The Archaeopteryx is the earliest known bird ever to have been found. It lived during the Upper Juassic period about 147 million years ago. It had clawed fingers, wings and toothed jaws - part dinosaur, part bird.

The Archaeopteryx is the earliest known bird ever to have been found. It lived during the Upper Juassic period about 147 million years ago. It had clawed fingers, wings and toothed jaws – part dinosaur, part bird.

 

Vögel sind, soweit ich es weiß, artverwandt mit den ausgestorbenen Dinosauriern und demzufolge evolutionsgeschichtlich ziemlich resilient, wie man das heutzutage nennt. Aber vielleicht haben sie als Gattungswesen ja auch irgendwann einmal genug davon, resilient zu sein. Ob dieser Gedanke wohl eine Rolle gespielt hat, als Hitchcock seinen Film „Die Vögel“ erdachte?

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Eindrucksvoller Empfang: Die traditionelle Zeremonie des „Powhiri“

In der einstündigen Zeremonie des Powhiri erfährt das MINDKISS Team die große Ehre, durch die Versammlung der Te Kura Kaupapa Maori O Nga Mokopuna-Maorischule in deren Gemeinschaft aufgenommen zu werden.

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Ladies first – das powhiri beginnt mit dem kraftvollen weiblichen Teil: Begleitet vom Rufgesang der Maori Frauen durchschreiten die Gäste langsam das Gelände bis zur Versammlungshalle der Gemeinschaft, „Te Marae“ genannt.

Ungewöhnlich und unerwartet: Maori-Worte einer Nicht-Maori

Dass eine Frau im zweiten, männlichen Teil des Powhiri spricht, ist in der Tradition der Maori nicht vorgesehen. Dass Dagmar Woyde-Koehler es dennoch durfte, ist eine Ausnahme und bringt eine ganz besondere Wertschätzung zum Ausdruck.

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Respekt und Wertschätzung ihrerseits erweist Dagmar Woyde-Koehler gegenüber der Gemeinschaft der Schule mit ihren Worten in der Sprache der Maori. So gewinnt sie nicht nur die Herzen ihrer jungen Gastgeber, sondern steigert auch deren Neugier auf OUBEYs Bilder.

WOW: „Te Marae“, die schlichte Versammlungshalle der Schule, verwandelt sich

Damit OUBEYs Bilder überhaupt gehängt werden können, muss das Innere der schlichten Versammlungshalle, Te Marae, umgebaut werden.

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Die schwarz bezogenen Stellwände schaffen eine Atmosphäre, in der OUBEYs Bilder ihre Wirkung wunderbar entfalten konnten.

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Die Verwandlung ruft Erstaunen und Begeisterung hervor: „Wow! Wow! Wow!“. Als alles fertig ist, erfreuen sich junge Besucher bereits an den Bildern und Encounter-Videos.

Universalsprache anders: Was „cool“ ist, wissen auch Maori Kids

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Als diese beiden pfiffigen Jungens beim Anschauen des „About Encounters“ Videos die Spontanreaktion von Luise Neukirch auf OUBEYs Bild „LeeRoy“ sehen – „Das ist cool!“ -, haben sie ganz besonderen Spaß. Klar, das ist cool – finden sie auch. Den kompletten Encounter mit Luise Neukirch sehen Sie hier.

Einfach aber wirkungsvoll: Ein selbstgemachter Wegweiser zu OUBEY

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Eine Lehrerin stellt im Vorfeld diesen laminierten Computerausdruck mit OUBEYs Portrait und Signatur her und befestigt ihn am Türrahmen des Eingangs zur Aula. mit transparentem Klebeband. So kann jeder Gast des Te Ra O Kupe den Weg zu OUBEYs Bildern finden.

Verlockend: OUBEYs Bilder laden zum Verweilen ein

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Manche Gäste suchen an diesem heißen Spätsommersonntag in Wellington vielleicht erst einmal nur ein wenig Schatten und Ruhe im dunklen und stillen Raum des „Te Marae“. Dabei entdecken sie OUBEYs Bilder, vertiefen sich in die Encounter Videos, wollen mehr wissen, suchen den angeregten Austausch und bleiben viel länger als ursprünglich gedacht.

Begeisternd und ermutigend: OUBEYs Kunst weckt die Lust am Entdecken

Bei jeder Station der Global Encounter Tour hat jeder Gast die Möglichkeit, in einem „Open Encounter“ selbst einem Bild von OUBEY zu begegnen. Am Sonntag des „Te Ra O Kupe“ wartet ein verhülltes Bild in einem Klassenraum auf die Begegnung mit Menschen und die Resonanz ihrer freien, spontanen geäußerten Ideen und Assoziationen.

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Die Gelegenheit zum “Open Encounter” wird rege genutzt. „Das sieht aus wie der Baum des Lebens, weit in den Kosmos hineinreichend“ meint Elena, Maori und Violinistin, als sie dieses Bild sieht. Bereits vor zwei Jahren begegnete sie einem anderen Bild von OUBEY, das zusammen mit dem Encounter Video in der Aula zu sehen ist.

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Trotz vollem Terminkalender nimmt sie sich die Zeit, um am Te Ra O Kupe teilzunehmen und so gibt es ein schönes Wiedersehen – zwischen ihr, „ihrem“ Encounter Bild von OUBEY und Dagmar Woyde-Koehler.

Ein besonderes Erlebnis: Dallas Seymour begegnet OUBEYs „Samurai“

Dallas Seymour ist eine Legende in Neuseeland und das nicht nur für Rugby-Fans. Der Maori spielte fast zwanzig Jahre lang höchst erfolgreich in der Nationalmannschaft und auch bei den berühmten All Blacks.

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Seine Begegnung mit diesem Bild ist geprägt von großer Ruhe und Intensität. Daran hätte auch OUBEY ganz gewiß seine Freude gehabt. Dass dieser Encounter mit Dallas Seymour möglich wurde, ist Tanemahuta Gray zu verdanken, der vor zwei Jahren selbst bereits einem von OUBEYs Bildern begegnete. Der Tänzer spielte in jungen Jahren selbst einmal Rugby. Das Video vom Encounter wird noch in diesem Jahr online gehen.

Am Tag danach: Fragen und Antworten beim Fahren im Linksverkehr

Wie kam es überhaupt zu dieser Station der Global Tour auf Neuseeland? Wie entstanden die ersten Kontakte zu Maori auf Aotearoa? Wie kam es zur Bereitschaft der Maori Schule, OUBEYs Kunst im Rahmen ihres Te Ra O Kupe auszustellen? Weshalb ist diese Station der Global Tour für OUBEYs Idee von der Bedeutung seiner Kunst wichtig? Weshalb erhielt sie den Untertitel „Ein Element des Universellen“?

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Um diese und andere Fragen ging es während einer letzten Fahrt im Transporter um die Halbinsel von Miramar und Seatoun herum, auf der auch die Te Kura Kaupapa Maori O Nga Mokopuna steht, die Maori-Schule, in der all dieses stattgefunden hat.

Die Antworten auf diese Fragen sind Teil der Videodokumentation über diese Station der Global Encounters Tour auf Aotearoa New Zealand, die Ende Mai online gehen wird.

 

„Es war ein Erfahrungsabenteuer mit offenem Ausgang“ sagt Dagmar Woyde-Koehler, die vor einigen Wochen sechs von OUBEYs Bildern auf eine sehr weite Reise schickte, damit sie am 9. März in der „Te Kura Kaupapa Maori O Nga Mokopuna“, einer Maori Schule in Wellington/Neuseeland, den Mitgliedern und Gästen dieser Schule im Rahmen des jährlichen Schulfests begegnen können.

 

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Die Resonanz war überwältigend positiv. Dass OUBEYs Bilder für die Maori mit ihrer eigenen starken Kulturtradition interessant, spannend und verständlich sind, ist mehr als ermutigend für das OUBEY Encounters Projekt. Wohin auch immer auf dieser Welt sie in der Zukunft noch reisen werden – diese außergewöhnliche und einmalige Erfahrung der Begegnung mit den Maori wird sie auf ihrem Weg begleiten.

Informationen über den Verlauf dieser vierten Station der Global Encounters Tour in Neuseeland gibt es auf facebook. Ende Mai wird hierzu auch ein Doku-Video online gehen.

Realität und Phantasie, Verstand und Gefühl, Gravitation und Schwerelosigkeit, Wissenschaft und Spiritualität, Spiel und Ernst, Lust und Schmerz, Leben und Sterben, Traum und Wirklichkeit. In dieser organischen Einheit seiner Bilder wird für mich etwas sichtbar, das ich ansonsten viel mehr durch den Klang der Musik empfinden kann als durch Malerei: das Echo des Kosmos in meiner Seele.

Vielleicht ist das ein Wesensmerkmal der Universalsprache, die sich in seinen Bildern ausdrückt und die von Menschen auf der ganzen Welt verstanden wird.

Jemand fragte mich einmal ob die Global Tour das Ziel habe, die Unterschiedlichkeit der Kulturen in der Wahrnehmung von OUBEYs Kunst zu dokumentieren. Das ist nicht der Fall. Selbst wenn es so wäre, könnte man zum jetzigen Zeitpunkt bereits feststellen, dass die faktisch existierenden kulturellen und sonstigen Unterschiede zwischen den Menschen, die den Bildern weltweit begegnen, angesichts der Bilder in den Hintergrund treten oder sogar ganz verschwinden.

Wenn man in den wirklich großen Zeitbögen denkt, ist das nicht verwunderlich, denn alle Menschen entstammen letztlich denselben evolutionsgeschichtlichen Wurzeln. Sprachliche, kulturelle und physiognomische Unterschiede, die sich in den letzten 20.000 Jahren herausgebildet haben, sind vergleichsweise jung und daher bei weitem nicht so tief verankert wie wir selbst heute noch gerne glauben. Dieser Glaube war prägend und kennzeichnend gewesen für die letzten dreitausend Jahre der Menschheitsgeschichte bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, mit all seinen grauenhaften und menschenverachtenden Auswüchsen und Pogromen.

Noch haben wir das bei weitem nicht hinter uns. Aber wir halten den Neandertaler beispielsweise inzwischen nicht mehr für einen Halbaffen, sondern haben zu ihm ein artverwandtes Verhältnis entwickelt. Wissenschaft und Technik helfen dabei, ein neues, besseres Verständnis für das, was uns gemeinsam ist und was uns möglicherweise trennt oder unterscheidet zu entwickeln. Es besteht ein begründeter Hauch von Hoffnung, dass wir keine weiteren dreitausend Jahre brauchen werden, um das Verbindende, Ähnliche, Universale unserer Gattung erkennen und immer besser ins Spiel bringen zu können – wenn wir es denn wollen.

Insofern eröffnet die Aussage eines Atelierbesuchers, die er vor sehr vielen Jahren angesichts von OUBEYs Bildern machte, eine interessante Perspektive auf genau diese Fragestellung. Er meinte damals: „Diese Bilder sind wie archäologische Grabungen in die Zukunft“. Wenn sie diese Qualität tatsächlich besitzen, dann birgt das Encounter Projekt in sich noch einige sehr interessante, unentdeckte Potenziale, die es wert sind entdeckt zu werden. Vielleicht findet sich auf dem Weg der nächsten Jahre ein Partner, der das Projekt aus dieser Sicht heraus professionell begleiten möchte.

Die nächste Station der Tour in Neuseeland wird Begegnungen eröffnen, die in diesem Sinne ganz gewiss aufschlussreich und bereichernd sein werden. Deshalb trägt sie auch den Untertitel: „Ein Element des Universellen“.

Frühere Blogbeiträge zu angrenzenden Themen:

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Es ist die Universalsprache in OUBEYs Bildern, die jeder Mensch verstehen kann und die keiner Erklärung bedarf. Mit jeder Station der Global Encounter Tour beweist sich diese Qualität seiner Bilder an einem anderen Ort der Erde aufs Neue.

Aotearoa Neuseeland wird ein besonderes Erlebnis dieser Art werden. Eine ausführliche Sonderseite „OUBEY@Aotearoa“ zur Station der Tour in Neuseeland finden Sie hier.

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Weitere Informationen finden Sie in Kürze auf www.oubey.com/AotearoaNewZealand und bei Facebook.

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Ganz ähnlich äußerte sich ja auch Prof. Peter Kruse in seinem Vortrag beim Opening der OUBEY Global Tour im März 2013 in Berlin (hierzu gibt´s den Blogpost „OUBEY und der Fosbury Flop“ vom April 2013). Und der Beitrag Best Fitted to Cope with Complexity für den Blog der Drucker Society Europe vom November 2013 verknüpft OUBEYs Kunst und sein freigeistiges Schaffen explizit mit den Anforderungen an das Management in Zeiten wachsender Komplexität. Genau hier setzt wiederum der Prolog von Wolf Lotter in der „brand eins“ an. Er räumt erfrischend gründlich auf mit den etablierten und degenerierten Vorstellungen von Originalität, die wir so gut kennen:

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„Originalität irritiert. Sie gilt als eigentümlich – im Sinne von merkwürdig, komisch, witzig. Ist ja ganz nett. Aber irgendwie windig. Das hören wir immer wieder, das haben wir so gelernt. Von wem eigentlich?

Die Hohepriester dieser Denkschule sind diejenigen, die seit dem 19. Jahrhundert das Sagen haben: Politiker und Manager, die der Kaste der Beamten entstammen und deren Denken auf festen Mustern und Routinen beruht. Originalität gilt in dieser Welt als Störfaktor, und diejenigen, die originell sind, gelten als Gestörte.“ (Seite 42-50)

Soweit passt thematisch alles ganz schlüssig zusammen und sieht deshalb eher aus wie ein Spaziergang als eine Gratwanderung. Die beginnt erst, als dann im Schwerpunktteil „Originalität“ ein ausführlicher Beitrag über OUBEY und den Ursprung des MINDKISS Projekts folgt. Untertitel:Eine Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte in einem Wirtschaftsmagazin? Zum Thema Originalität? Über OUBEY? Ein Wagnis. Würde dieser Beitrag wirklich das zum Ausdruck bringen können, was aus meiner Sicht essenziell ist im Hinblick auf OUBEYs „Originalität“? Da gab es keine Garantien. Aber ich sagte mir: „Wenn es mit den Menschen in dieser Redaktion nicht funktioniert, mit wem dann?“ Es hat funktioniert.

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Diese Liebesgeschichte ist natürlich eine ganz und gar persönliche Geschichte, die ich nahezu zehn Jahre lang nur im persönlichen Gespräch zu erzählen bereit war, niemals für eine Zeitschrift. Nun ist sie öffentlich geworden. Die Resonanz, die ich hierauf erhalte, zeugt von großem Respekt, sehr viel Sympathie und durchaus auch echter Rührung. Sie zeigt mir, dass es gut so ist. Denn die Geschichte von OUBEY und mir hat sehr viel mit Respekt und Liebe zur wahren Originalität menschlicher Existenz zu tun. Mit der Liebe zur Freiheit, Eigenwilligkeit, Unverwechselbarkeit, Andersartigkeit, Unbeugsamkeit. brand eins ist es auf dem Umweg über die Geschichte der Liebe gelungen, auf ungewöhnliche und eigenwillige Weise genau das, was OUBEYs Kunst und dem Ansatz des MINDKISS Projekt in tiefster Wurzel zugrunde liegt, sehr authentisch zum Ausdruck zu bringen. Kompliment und Dank an Erwin Koch, der den Text geschrieben hat.

Wer OUBEYs ureigenste Originalität in ihrer substanziellen geistigen und künstlerischen Qualität entdecken und begreifen will, sollte allerdings tiefer reingehen in die Themen und Fragen, die ihn angetrieben haben das zu tun, was er tat und es so zu tun wie er es tat. Genau dazu lädt das MINDKISS Projekt ein. Dies zu ermöglichen und zu erleichtern gehört zu seinen zentralen Aufgaben. Im Ansatz und implizit wird dies im brand eins Beitrag wohl durchaus auch schon spürbar. Damit markiert er ja aber zugleich vielleicht auch schon eine nächste Phase qualitativen Wachstums in diesem Projekt. Wir werden es sehen.

Quelle: www.brandeins.de

The 9 March is the day when “Te Kura Kaupapa Maori o Nga Mokopuna”, a Maori school at Seatoun/Wellington in New Zealand, will be the place of open encounters for five of OUBEYs paintings.

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School students, teachers, parents and a host of guests from Wellington and the surrounding district will gather on this Sunday at the “Kura Kaupapa Maori” for fundraising activities in aid of the school. OUBEYs pictures will be right in the thick of things, making their own particular contribution to the great day.

More details will be given in the next OUBEY Newsletter. Click here to add you name to the Newsletter mailing list. And if you want to be more involved, go to Facebook for a glimpse of what’s going on behind the scenes.

Es geht um den Ursprung und die Quelle des MINDKISS Projekts. Es geht um Liebe, Kunst und Tod. Und es geht um „Originalität“, Schwerpunktthema dieser Januarausgabe.

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OUBEY steht nicht nur für Unverwechselbarkeit und Originalität aufgrund der substanziellen Qualität seines Werks. Er steht auch für die Unabhängigkeit und Freiheit divergenten Denkens durch seine konsequente Distanzierung von den Vereinnahmungs- und Beeinflussungskräften des etablierten Kunstbetriebs. Aus dieser Freiheit heraus ist sein Werk in dieser Qualität überhaupt nur entstanden.

Hier kann man den kompletten Artikel lesen. Eine englische Übersetzung sowie ein Blogpost hierzu folgen Ende Januar.

Sehr lesenswert in der brand eins ist auch der Prolog zum Thema „Originalität“. Darin räumt Wolf Lotter gründlich auf mit etablierten und degenerierten Vorstellungen davon, was Originalität ist, was sie bedeutet und welchen Wert sie hat. Eine wohltuend „originelle“ Lektüre.

Heute wissen wir, dass viele der technischen und sozialen Fiktionen, die in hochklassigen Science Fiction Romanen des letzten Jahrhunderts von Autoren wie Isaac Asimov entworfen wurden, der selbst zugleich ja auch ein hervorragender Wissenschaftler war, längst eingetroffen sind. Die Fähigkeit des menschlichen Gehirns, sich Lösungen vorzustellen, die weit über das scheinbar Unvorstellbare hinausgehen, ist mehr als erstaunlich. Vordenker, die das bewiesen haben, gibt es zur Genüge.

Inzwischen schreitet die Entwicklung künstlicher Intelligenz fast unbemerkt und zugleich mit atemberaubender Geschwindigkeit voran. Zunächst wurden einfache, computergesteuerte Roboter vor allem für schwere und lebensgefährliche Arbeiten eingesetzt, später dann auch zunehmend für komplizierte Tätigkeiten wie das Steuern eines Flugzeugs im Modus des Autopiloten oder die Erforschung der Marsoberfläche. Vor kurzem entschied die internationale Flugaufsicht, dass der Pilot im Zweifelsfall nicht den Anordnungen des menschlichen Fluglotsen, sondern der Anweisung des computergesteuerten Warnsystems zur Vermeidung von Zusammenstößen in der Luft und am Boden zu folgen hat. Wenn es im Ernstfall um Leben oder Tod geht, vertrauen wir bereits heute der Entscheidung einer Maschine mehr als der Entscheidung eines Artgenossen.

Prognosen seriöser Forscher sagen voraus, dass wir im Laufe der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre bereits künstliche Intelligenz erzeugt haben werden, die in der Lage ist, sich selbst zu vermehren, d.h. ihrerseits künstliche Intelligenz zu erzeugen. Wir sind auf dem Weg zum Androiden, der selbständig denken und handeln kann – zunächst noch im Rahmen seiner Programmierung. Aber irgendwann werden die Maschinenwesen vermutlich in der Lage sein, sich selbst (um)zu-programmieren. Werden sie, wie der empfindsame Sunny aus Isaac Asimovs Roman „I, Robot“, dem Menschen irgendwann überlegen sein?

Wie wird das sein, wenn Künstliche Intelligenz eines Tages dazu imstande sein wird, Künstliche Intelligenz zu erzeugen. Was bleibt dann für den Menschen? Was ist seine Aufgabe? Was ist sein Beitrag? Womit verbringt er seine Tage? Wie hält er das aus? Für welche geistigen Operationen wird sein Gehirn, von den bisher notwendigen Erinnerungs- und Rechenleistungen entlastet, die freigewordenen und noch weiterhin freiwerdenden Kapazitäten nutzen? Schafft der Mensch sich auf diese Weise vielleicht die Voraussetzung, eine höhere Ebene des Bewusstseins zu erlangen?

Und schließlich: Warum bringt die Evolution ein Wesen wie den Menschen hervor, das so intelligent ist, dass es voraussichtlich eine Intelligenz erschaffen kann, die der seinen ebenbürtig oder womöglich überlegen ist? Ist dies die Antwort der Evolution darauf, dass der Homo Sapiens seit dem Aussterben des Neandertalers als einziges Lebewesen auf diesem Planeten konkurrenzlos existiert, weil er die einzige Art seiner Gattung ist? Ist der Mensch an dem Entwicklungspunkt seiner Evolution angekommen, ein mit ihm selbst konkurrierendes Modell zu erschaffen und begründet er damit möglicherweise seinen eigenen Untergang? Können diese von Menschen geschaffenen Wesen dann den Weltraum besiedeln – besser als der Mensch es je könnte? Liegt genau hierin ein nächster Zielpunkt der Evolution?

Oder ist diese Entwicklung einfach nur Teil eines gigantischen, sich bereits über hunderte von Milliarden Jahren hinweg erstreckenden Spiels? „Gott würfelt nicht“, meinte Einstein. Wenn einer wie er das so sah, dann spricht einiges dafür, dass dem so ist.

Am 14. und 15. November waren einige von OUBEYs Bildern im Rahmen einer international hochkarätig besetzten Managementkonferenz zu sehen, dem diesjährigen Global Peter Drucker Forum in Wien. Das zentrale Thema dieser Konferenz lautete „Managing Complexity“.

OUBEY hat sich mit der Frage, was Komplexität tatsächlich ist und welche Bedeutung sie auf der Erde und im Kosmos hat, von jungen Jahren an sehr intensiv auseinandergesetzt. In seiner Kunst ging es ihm darum, Komplexität „gerade nicht auf eine verborgene gesetzmäßige Einfachheit zu reduzieren, sondern sie im Zauber ihrer Unkontrollierbarkeit zu belassen“. Der dreiminütige Film „OUBEY Complexity“ bringt dieses Verständnis anschaulich zum Ausdruck.

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Die Präsentation von OUBEYs Kunst im Rahmen dieses Drucker Forums war mit drei Fragen bzw. drei Herausforderungen verbunden:

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Kunstausstellungen finden üblicherweise in einem Ambiente statt, das die Ermöglichung einer vollen und ausschließlichen Konzentration auf die Kunst zum Ziel hat. In Wien dagegen gab es aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen einen Kontext aus unterschiedlichsten, sich gegenseitig beeinflussenden und die Aufmerksamkeit der Teilnehmer beanspruchenden Themen und Faktoren. Dabei war nicht vorhersagbar, zu welchen Konsequenzen dieser Sachverhalt im Hinblick auf die Wahrnehmung von OUBEYs Kunst führen würde. Tendenziell also eine komplexe Situation.

Einmal habe ich mich in der Vorbereitung gefragt, ob es wirklich eine gute Entscheidung sei, OUBEYs Kunst einer solchen dreifachen Herausforderung auszusetzen. Nun kann ich im Nachhinein sagen, dass ich sehr froh darüber bin, diese Entscheidung so getroffen zu haben. Denn OUBEYs Bilder haben nicht nur der konkurrierenden Kulisse Paroli geboten, sondern im Laufe der zwei Veranstaltungstage nach und nach auch ein wachsendes Interesse unter den ManagerInnen auf sich gezogen.

Dieses Interesse widmete sich am ersten Tag zunächst vor allem den Bildern, und dann auch zunehmend den Encounter Videos zu diesen Bildern. Das Modell der Encounters im Film weckte offensichtlich bei Vielen die Neugier auf das Erlebnis eines „Open Encounter“ mit einem noch ungesehenen Bild von OUBEY. Denn am zweiten Tag wurde das Interesse dann so groß, dass die Zeit am Ende nicht reichte, um jedem diese Möglichkeit tatsächlich auch geben zu können. Das ist sehr erfreulich und schade zugleich.

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Ich bin auch deshalb froh über diese Entscheidung, weil gerade die bewusste Nichteinbeziehung von OUBEYs Kunst ins offizielle Konferenzprogramm dafür sorgte, dass sie die Chance bekam, ihre anziehende Kraft auf eher subversive Weise außerhalb der Tagungsräume unter Beweis zu stellen. Eine Managerin beschrieb es für sich am Ende so: „Als ich mir gestern Mittag überhaupt erst einmal ein paar Minuten Zeit genommen habe, um diese Bilder anzuschauen, saugten sie mich regelrecht in sich hinein, ließen mich auf angenehme Weise nicht mehr los. Also nahm ich mir in der nächsten Pause mehr Zeit und jetzt habe ich eben selbst einen Encounter gemacht. Das war ein tolles Erlebnis mit einem tollen Bild. Ich glaube, dass ich jetzt besser verstehe, was Komplexität eigentlich ausmacht.“ OUBEY inspiriert zu neugierigem Grenzgängertum – eine der wesentlichen Voraussetzungen für den konstruktiven Umgang mit Komplexität.

 

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Wir freuen uns über Ihren Besuch, über Kommentare, Fragen und Anregungen und natürlich auch über Ihre Weiterempfehlung. Nutzen Sie ganz einfach #oubey.

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Heute, ein rundes Jahr später, können wir uns über die vierfache Zahl an Page Views freuen: Mehr als 2 Millionen Pageviews aus aller Welt zeigt uns die Traffic Analysis vom April 2013. Das ist großartig und übertrifft unsere Erwartungen bei weitem.

Was uns besonders freut: Endlich ist mit Berlin, wo im März 2013 die zweite Station der Global Encounters Tour stattfand, erstmals eine deutsche Stadt unter den Top 3 aller Städte weltweit, was die Zahl der Pageviews auf oubey.com betrifft.

Das zeigt und ermutigt uns, den Weg der Verknüpfung zwischen einer kontinuierlichen und sich ständig erweiternden Präsentation von OUBEY im Internet und der sporadischen Präsentation seiner Originalwerke im Rahmen der Global Encounters Tour an verschiedensten Plätzen der Welt in den nächsten Jahren fortzusetzen.

Kruse ist in Deutschland bestens bekannt für seine Erforschung der Leistungsfähigkeit und Funktionsweise von Selbstorganisation und intelligenten Netzwerken, für seine fundierten Kulturanalysen sowie für seine zuweilen provozierenden und polarisierenden Thesen. Aus einem bis dahin so nicht gekannten Blickwinkel schaute er auf OUBEY und den eigenwilligen Entstehungsprozess seines künstlerischen Werkes, der geprägt war von den Eigenschaften und Fähigkeiten eines neugierigen Grenzgängers.

Nun erhält OUBEYs Kunst im Rahmen des diesjährigen Drucker Forums einen ungewöhnlichen Präsentationsraum, der zugleich ein Resonanzraum der besonderen Art sein wird. Menschen aus aller Welt kommen zwei Tage lang in Wien zusammen, um sich mit Fragen des Komplexitätsmanagements zu beschäftigen und werden sich mit Hilfe der Sprache hierüber auf hohem Niveau austauschen. Werden über Ansätze, Modelle und Konzepte sprechen und der Frage nachgehen, was zu tun ist, damit Manager besser und erfolgreicher mit der Herausforderung zunehmender Komplexität und Dynamik umgehen können als bisher. Inmitten dieses Austauschs werden einige von OUBEYs Bildern ganz still, aber in einer universal verständlichen Sprache die keiner Worte bedarf, ihren eigenen Beitrag zum Verständnis dessen leisten, was Komplexität ist und was sie in uns auslöst. Eine Einladung zu neugierigem Grenzgängertum.

 

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Auf den ersten Blick scheint es keinen offensichtlichen Zusammenhang zu geben – weder zwischen Kunst und Management im allgemeinen noch zwischen Management und OUBEYs Kunst im besonderen. Der Zusammenhang entsteht in diesem Fall erst durch das Thema der Komplexität – ein Thema, mit dem OUBEY sich zeit seines Lebens und weit über sein künstlerisches Schaffen hinaus sehr intensiv auseinandergesetzt hat, seit er im Jahr 1981 “Dialog mit der Natur” von Ilya Prigogine las. Eine geistige Auseinandersetzung mit Komplexität, Ganzheitlichkeit und Vernetzung von bahnbrechender Bedeutung in ihrer Zeit.

Es mag naheliegend sein zu glauben, dass es für einen Künstler einfacher sei, Lösungen für den Umgang mit Komplexität zu finden als für einen Manager. Für Künstler beginnt der freie und kreative Prozess im Sinne des neugierigen Grenzgängertums jedoch genauso wie für jeden anderen Menschen auch – mit der Entschlossenheit, konsequent den eigenen Weg zu gehen und der Fähigkeit, die eigenen Handlungsspielräume kontinuierlich zu erweitern.

 

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