Wann kam der Traum vom Paradies zum ersten Mal ins Bewusstsein unserer Vorfahren? Wer hat diesen Traum zum ersten Mal geträumt? Aus welcher Quelle der Inspiration ist diese Idee einstmals, vor Zigtausenden von Jahren, im Kopf eines unserer Vorfahren entsprungen? War es ein individueller „Gedankenblitz“, war es überhaupt ein individueller Erkenntnisprozess oder war es ein kollektiver Prozess, der diese Idee hervorgebracht hat?

Ist dieser Traum ein Teil unseres Genoms? Gehört er zum spezifischen genetischen Programm des Homo Sapiens? Oder hatten unsere früheren „Zeitgenossen“, die „Neandertaler“ auch einen Traum dieser Art? War ihr Traum vielleicht ein ganz anderer? Oder war er derselbe?

Alles spricht dafür, dass dieser Traum seinen Ursprung vor etwa zwanzig- bis dreißigtausend Jahren im Erkennen eines unwiederbringlichen Verlusts gehabt haben könnte. Die christlichen Schriften sprechen vom Verlust der Unschuld und von einer Vertreibung aus dem Paradies als Strafe für den Genuss einer Frucht vom verbotenen Baum der Erkenntnis, der Erbsünde schlechthin. Was für ein martialisches furchterregendes Szenario. Hervorragend geeignet, um Menschen davon abzuhalten, Lust aufs Entdecken und Freude an der Erkenntnis zu haben. Ganz nebenbei wird die Botschaft vermittelt, dass es Eva war, die nicht widerstehen konnte und durch ihre Verführbarkeit das Unglück über alle gebracht hat.

Tatsächlich war es wohl eher so, dass es mächtige evolutionsgeschichtliche Kräfte waren, die zum Erwachen des Bewusstseins geführt haben – sei es nun schockartig und plötzlich oder schleichend, aber unaufhaltsam. Der Mensch geriet auf eine neue Ebene der Welt- und Selbstwahrnehmung, indem er ein Bewußtsein von seiner Existenz entwickelte und die Welt, d.h. die Natur und den Kosmos als etwas von sich selbst Getrenntes erlebte. Dies hat der weiteren Entwicklung auf unserem Planeten und womöglich auch weit über unseren Planeten hinaus einen gewaltigen Schub an revolutionärer Veränderungskraft verliehen. Hier liegen die Wurzeln des beobachtenden, forschenden, hinterfragenden, messenden, rechnenden, beweisenden Menschen, der Natur und Kosmos als von sich selbst Getrenntes erlebt, das er rational verstehen und beherrschen zu können glaubt.

Von existenzieller Bedeutung war und ist dieser Entwicklungssprung auch für den einzelnen Menschen, bis zum heutigen Tag. Denn als ihm bewusst wurde, dass er lebt, wurde ihm bewusst, dass er sterblich ist. Dass sein Leben irgendwann unwiederbringlich zu Ende sein wird. Zumindest dieses physische Leben auf dieser Erde als dieser individuelle Mensch in dieser Zeit. Der Tod hielt Einzug ins Bewußtsein der Menschen und wurde zu einer bestimmenden Größe für ihr Lebensgefühl.

Wie mag es gewesen sein vor dieser Transformation, vor dem Erwachen unseres Bewusstseins? Einen Tag nach dem anderen zu leben, zu jagen und zu sammeln, was man braucht in der einfachen Welt der vergehenden Gegenwart, ohne Wissen und Bewusstsein von der eigenen Sterblichkeit? Ist dies der paradiesische Zustand, der sich in den Sedimenten unseres Unterbewusstseins als Sehnsucht erhalten hat und von dem wir heute noch träumen? Oder träumen wir inzwischen von der Unsterblichkeit selbst, wenn wir vom Paradies träumen?

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Ich war überrascht, dass der erste Assoziationsschlüssel eines Astronomen nicht in die Sphären des Universums hineinführt, sondern tief hinein in die Schatzkammer einer der kraftvollsten und kreativsten Phasen der Entwicklung von Leben auf diesem Planeten Erde.

Der Burgess Schiefer im kanadischen Yoho Nationalpark gehört zu den weltweit bedeutendsten Fossilienlagerstätten. Seine dünne Schicht aus Schieferton ist wie ein Fenster, durch das wir in die Urzeit unseres Planeten schauen können. Was in den Sedimenten der kanadischen Rocky Mountains sein Ende fand, hatte seinen Ursprung übrigens ganz woanders: in Äquatornähe, rund 200 Meter unterhalb des Meeresspiegels.

Mehr als dreißig unterschiedliche Gattungen schalenloser Organismen, Gliederfüßler und Borstenwürmer – durch die Lagerung in den feinkörnigen Schiefersedimenten bis in die Feinstrukturen ihrer Weichteile bestens erhalten – wurden im Burgess Schiefer Anfang des letzten Jahrhunderts entdeckt.

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Sie waren und sind noch immer eine Offenbarung von revolutionärer Bedeutung für die Paläoontologie und –ökologie, denn sie stellen die Darwin´sche Theorie von der kontinuierlichen Evolution der Arten radikal in Frage.

Man stelle sich vor, die gesamte Evolutionsgeschichte würde einem 24-Stunden-Tag entsprechen. Von Mitternacht bis 21.00 Uhr bliebe alles so wie es ist. Gegen 21.00 Uhr käme es dann mit überraschender Plötzlichkeit zu einer zweiminütigen Explosion, die eine unglaubliche Vielfalt an vollkommen neuen Kreaturen hervorbringt. Kreaturen, die es bis dahin nie gegeben hat und die uns Menschen bis zu ihrer Entdeckung im Burgess Schiefer vor rund einhundert Jahren auch nicht bekannt waren. Keine Kontinuität, keine evolutionäre Entwicklung … wie war das möglich?

Was auch immer in OUBEYs Kopf vorging, als dieses Bild entstand – er hätte sicher großes Vergnügen daran gehabt, sich mit Seth Shostak über außerirdische Intelligenz zu unterhalten, über die fantastische Vielfalt an sonderbaren Kreaturen, die die Natur in der kambrischen Explosion hervorgebracht hat, über die Frage wodurch dieser kreative Ausbruch ausgelöst worden sein könnte und vielleicht auch über das Bild selbst. Ich habe den Eindruck, diese Unterhaltung hat beim Encounter von Seth Shostak mit „Krypto“ am 24. April 2012 auf sehr eigene Weise stattgefunden.

Hier kann man eine Animation der kambrischen Unterwasserwelt anschauen und hier erfährt man, weshalb die kambrische Explosion die Darwin´sche Evolutionstheorie ruinierte.

“Krypto” nannte OUBEY das Bild, das im April dieses Jahres nach Mountain View, CA reiste, um dort eine Begegnung mit Dr. Seth Shostak, dem Chef Astronom des SETI Instituts zu erleben.
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Die Videoaufzeichnung dieser Begegnung macht den Auftakt für die neue Staffel der Encounter OUBEY-Videos. Hier kann man sich das Video anschauen. Alle drei Monate gibt es ein weiteres neues Encounter Video online auf oubey.com/journey.

Diese Fragen scheinen sich für viele von uns heute noch immer im Raum der Science Fiction zu bewegen. Doch die atemberaubende Geschwindigkeit, mit der sich die wissenschaftliche Forschung seit einigen Jahren im Hintergrund unseres Alltagslebens voranbewegt, rückt das, was wir irgendwann vielleicht einmal als Science Fiction kennenlernten, immer näher heran an die Realität und an die Zukunft der nächsten Jahrzehnte unseres Lebens.

Mit Fragen dieser Art beschäftigen sich die hervorragenden Wissenschaftler, die mit ihren Beiträgen zum OUBEY Symposium, das am 20. Oktober 2012 im Goethe-Institut San Francisco stattfand, dem Auditorium vor Ort und per Livestream im Internet auch den Zuschauern weltweit anregende Impulse gaben, die zu neuen Ebenen der Erkenntnis und hoffentlich auch zur Freude an neuen Erkenntnissen führen können.

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Von Links: Joe Betts-Lacroix, Dagmar Woyde-Koehler, Jeanette Neustadt (Moderator), Dr. Seth Shostak, Peter Erlenwein, Nina McCurdy

Auf der permanenten Suche nach Antworten auf Fragen dieser Art entstand auch OUBEYs Kunst. Dabei war für ihn immer klar, dass es keine letzte Antwort geben kann und wird. Jede nächste Antwort auf eine dieser Fragen wird immer eine weitere nächste Frage hervorrufen.

Eine der für ihn persönlich wichtigen Fragen als Künstler war die, wie er seine eigenen Erkenntnisse aus der Beschäftigung mit (Natur)Wissenschaft und Philosophie und vor allem auch die Freude an den hieraus gewonnenen Erkenntnissen so zum Ausdruck bringen kann, dass sie über einen von ihm vorgedachten, nachhaltig wirksamen Prozess Menschen, die seiner Kunst begegnen, einen persönlichen und lustvollen Erkenntnisgewinn verschaffen – ähnlich dem, den er selbst erlebt hat, als er seine Bilder schuf.

Wenn hervorragende Wissenschaftler, getrieben von der Neugier ihres forschenden Geistes, ihre Perspektiven auf die Zukunft mit anderen teilen, wenn sie diese Perspektiven gemeinsam in Verbindung setzen zur Kunst von OUBEY und sie mit anderen Menschen weltweit im Internet teilen, dann entsteht ein kollektiver Geist, von dem ich sagen möchte, dass er dem, was OUBEY dachte und fühlte, als er für seine erste und einzige Ausstellung den MINDKISS Titel erfand, sehr nahe kommt. Das jedenfalls habe ich erlebt und erfahren beim OUBEY Symposium in San Francisco und dieses Erlebnis gehört für mich zu den besonders schönen, intensiven und ermutigenden Erfahrungen, die ich im Verlauf dieses Projekts bisher machen durfte.

Die Aufzeichnung des Livestream steht ab dem 20. November online auf oubey.com.

Genauso betitelte auch FOCUS online seinen Artikel zu diesem Event:

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Mit Joe Betts-Lacroix, Peter Erlenwein, Nina McCurdy und Seth Shostak machten vier hervorragende Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen dieses Symposium mit ihren spannenden Beiträgen im Grenzbereich zwischen Science, Science Fiction und Kunst zu einem Erlebnis der besonderen Art.

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Von links: Joe Betts-Lacroix, Dagmar Woyde-Koehler, Jeanette Neustadt (Moderator), Seth Shostak, Peter Erlenwein, Nina McCurdy

Mehr Informationen zum Symposium finden Sie hier. Die Aufzeichnung des Livestream finden Sie ab dem 20. November online auf oubey.com.

In seinem universalen Denken und Forschen ist OUBEY immer diesem Pfad der Erkenntnis gefolgt. Sein radikaler Rückzug aus dem kommerziellen Kunstbetrieb machte es ihm möglich, diesen Weg so konsequent zu gehen, dass er in seinem künstlerischen Werk eine ganz eigene und unverwechselbare Ausdrucksform für dieses Denken und Erkennen entwickeln konnte. Seine Bilder sprechen eine universale Sprache, die für Menschen auf der ganzen Welt fühlbar und verständlich ist, wenn sie OUBEYs Bildern begegnen.

Das OUBEY Encounter Projekt ermöglicht und dokumentiert auf filmische Weise unmittelbare Begegnungen von Menschen mit originalen Bildern von OUBEY auf der ganzen Welt und veröffentlicht sie im Internet. Nun öffnet sich dieser Erlebnisraum zum ersten Mal in einem größeren Rahmen beim:

OUBEY Symposium „Visions: Through Art to Science“
im Goethe Institut in San Francisco
am 20. Oktober 2012
von 10.30 am bis 3.30 pm (local time)

Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen berichten aus ihrer Arbeit und über ihre Begegnung mit OUBEYs Kunst. Encounter Videos sind gemeinsam mit den originalen Bildern aus diesen Encounters zu sehen. Interessierte Teilnehmer können spontan vor Ort selbst einen Encounterversuch unternehmen. Wer dabei ist und wie das Programm konkret aussieht, steht hier.

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Für alle, die dieses Symposium gerne miterleben möchten, aber nicht nach San Francisco kommen können, gibt es eine Übertragung in voller Länge live per Videostreams im Internet auf livestream.oubey.com.

Es werden nicht nur originale Bilder und die zugehörigen Encounter Videos gezeigt. Für die teilnehmenden Besucher wird vor Ort auch ein ganz persönliches spontanes Encounter Erlebnis mit einem von OUBEYs Bildern möglich sein.

Echte Highlights setzen die teilnehmenden Wissenschaftler, die allesamt an Themen forschen, mit denen auch OUBEY sich intensiv beschäftigt hat. Sie werden Verbindungslinien aufzeigen zwischen ihrer Forschungsarbeit und dem Erlebnis ihrer persönlichen Begegnung mit OUBEYs Kunst.

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Das Symposium soll LIVE per Videostreams ins Internet übertragen werden. Am 20. Oktober zwischen 10:30 AM und 3:30 PM (Pacific Standard Time) auf encounter.oubey.com. online. Wir freuen uns sehr, wenn Sie dabei sind.

Da wir das Ergebnis des Votings erst im Oktober brauchen, um zu wissen, welche drei Sterne mit nach San Francisco zur Präsentation von OUBEYs Bildern beim Symposium des Goethe Instituts präsentiert werden sollen, haben wir die Frist verlängert. Wenn Sie Lust haben, Ihre Stimme für einen oder mehrere Star Pixels abzugeben, dann können Sie das also noch bis zum 1. Oktober tun. Klicken Sie einfach hier und Sie können zwischen neun StarPixels wählen, die am Voting teilnehmen.

Vielleicht werden wir Menschen eines Tages selbst den Weltraum besiedeln? Kein zeitlich befristeter Aufenthalt in einer ISS-Forschungsstation, sondern eine Übersiedlung auf Dauer? Vielleicht müsste die Frage richtiger lauten: Wann werden erstmals Menschen in den Weltraum übersiedeln?

Die Vorstellung, dass wir Menschen uns dem Weltraum annähern, in dem unsere Erde schwebt und sich einmal im Jahr um die Sonne dreht, ihn zu bereisen oder sogar dort für eine gewisse Zeit zu leben, gibt es schon sehr lange. Fantastische Entwürfe der Science Fiction, aber auch wissenschaftliche Studien haben uns immer wieder dazu angeregt, diese Vorstellung nicht als Spinnerei abzutun, sondern an ihre Realisierbarkeit zu glauben.

In der Science Fiction finden sowohl Literatur als auch Architektur einen gestalterischen Ausdruck, der vielleicht aus unserer Sehnsucht herrührt, in die Ursprünge unseres Daseins vorzudringen und damit in gewisser Weise zu Ihnen zurückkehren zu können, um sie kennenzulernen und erforschen zu können.

Wie es gehen kann, die Gravitation zu überwinden, die Erdatmosphäre zu verlassen und in den Weltraum unseres Sonnensystems vorzudringen, hat uns die bemannte Raumfahrt gezeigt. Wie es aussehen könnte, Menschen in einer Raumkolonie anzusiedeln, hat unter anderem Fritz Haller in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts entworfen. Die „Space Colony“, auf den Erkenntnissen einer MIT-Studie basierend, wurde für 1000 Bewohner geplant, denen sie als dauerhafter Wohn-, Arbeits- und Lebensraum dient. Der Kontakt zu Fritz Haller und die Berührung mit dem Projekt des Entwurfs von „Prototypischen Raumkolonien“ hat OUBEY in der frühen Zeit seines Architekturstudiums inspiriert und begeistert.

Dabei handelte es sich nicht um die stationäre Basis auf einem anderen Planeten wie z.B. dem Mars. Über solche Möglichkeiten wird zur Zeit in der NASA geforscht und rund 500 US-Bürger sollen sich laut einer Umfrage schon bereit erklärt haben, in eine solche Kolonie umzusiedeln – ohne Perspektive auf Rückkehr zur Erde. Im Entwurf von Fritz Haller geht es um ein sogenanntes „Orbital“, ein frei im All schwebendes riesengroßes Raumschiff, in dem 1000 Menschen ein künstlich geschaffenes Zuhause finden.

Interessant daran ist nicht nur die Frage der Ausgestaltung eines künstlichen, allein von Menschenhand geschaffenen Lebensraumes, sondern auch die Tatsache, dass es sich hierbei um einen hermetischen Lebensraum handelt, der räumlich abgegrenzt ist von dem ihn umgebenden Weltall und innerhalb dessen die Menschen sich aufhalten. Dies bedeutet nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine Herausforderung in der Gestaltung des sozialen Raums, der Gestaltung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Zusammenlebens auf dieser Insel im All.

Solche Entwürfe bewegen sich, wenn sie substanziell sind, deshalb immer auch im Grenzbereich sozialer Utopien, deren Verwirklichung im Laufe der nächsten fünfzig bis hundert Jahre weitaus wahrscheinlicher sein dürfte als manch einer das heute noch glauben möchte. Die freie Gestaltung eines solchen künstlichen Lebensraums von der ersten Stunde an käme einer kleinen Schöpfungsgeschichte gleich, an der sich die kollektive Intelligenz der menschlichen Spezies und ihre Fähigkeit, aus den Erfahrungen der eigenen Geschichte tatsächlich zu lernen, auf bisher nicht gekannte Art beweisen muss.

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Mehr Informationen hierzu gibt es im September auf oubey.com und im nächsten Newsletter.

Hierfür hatte er sich bewusst einen besonderen Abend ausgesucht, denn für diese Nacht war ein zauberhaftes Treiben am Himmel vorhergesagt: Tausende von Sternschnuppen würden zu sehen sein die ganze Nacht hindurch, meinte er, mehr als in jeder anderen Nacht des Jahres. Genauso war es. Und so stand ich dann sehr lange noch im Freien, schaute völlig gebannt in die dunklen Weiten unseres Universums hinauf und konnte gar nicht genug bekommen vom Anblick der umhersausenden und herabstürzenden funkelnden Himmelskörper. Ich dachte an „Einsteins Tränen“ und an OUBEYs Sterne und war froh darüber, durch den unerwarteten Anruf von diesem wunderbaren Nachtereignis erfahren zu haben.

Seither beobachte ich – wenn der Himmel wolkenfrei ist – an jedem 11. August in der Nacht diesen Sternenregen. Denn er kehrt jedes Jahr pünktlich wieder, wenn die Erde in ihrer Umlaufbahn um unseren zentralen Stern, die Sonne, genau die Zone erreicht, in der sie die Bahn des Kometen Swift-Tuttle durchquert.

Dieser Komet führt in seinem Schweif Unmengen an Gestein und Staub mit sich. Tausende, meist nur millimeterkleine Gesteinsbrocken aus diesem Kometenschweif erreichen dann mit einer sagenhaften Geschwindigkeit von 60 km/sec, das heisst 216.000 km/h (mit dieser Geschwindigkeit wäre man in zwei Stunden auf dem Mond) die Erdatmosphäre. Dort verglühen sie, hell aufleuchtend, durch die Reibungshitze in 80 bis 300 km Entfernung von der Erdoberfläche, von der aus wir diesen Himmelsregen beobachten können.

Dass sich im All herumfliegendes Gestein, wenn man es von der Erde aus beim Eintritt in Atmosphäre betrachtet, in ein wie von magischer Hand entzündetes Feuerwerk verwandelt, dessen Anblick unsere Seele ins Schwingen versetzt, ist wirklich erstaunlich.

Eine sonderbare Zahl, denn durch einen merkwürdigen Zufall gibt es etwa hundert Milliarden Sterne in unserem begrenzten Universum der Milchstraße. Also scheint für jeden Menschen, der je gelebt hat, in unserem Teil des Alls ein Stern.

Doch jeder dieser Sterne ist eine Sonne, oft eine hellere und herrlichere als der kleine uns am nächsten liegende Stern, den wir „Sonne“ nennen. Und viele – möglicherweise die meisten – dieser entfernten Sonnen besitzen Planeten, die sie umkreisen. Fraglos gibt es daher genügend Land im All, um jeden Typ menschlicher Spezies, vom ersten Affenmenschen bis zu uns, seinen eigenen privaten Himmel – oder seine eigene private Hölle finden zu lassen.

Wie viele dieser potenziellen Himmel und Höllen im Augenblick bewohnt sind und von welcher Art Kreaturen, können wir nicht einmal ahnen. Die nächste ist Millionen mal weiter entfernt als Mars oder Venus, diese heute noch fernen Ziele unserer nächsten Generationen. Doch die Schranken der Entfernung schwinden schnell; eines Tages werden wir vielleicht in der Sternenwelt unser Ebenbild vorfinden – oder Übermenschen.“

Aus: Arthur C. Clarke. 2001 – Odyssee im Weltraum. Basierend auf dem Drehbuch von Arthur C. Clarke und Stanley Kubrick. Vorwort von A.C.C. und S.K. Erstmals veröffentlicht in Großbritannien von Hutchinson 1968.

Die Entscheidung darüber, welche Sterne mit auf die Reise gehen, möchten wir gerne Ihnen überlassen. Aus einer Gesamtauswahl von neun StarPixels, die wir Ihnen heute hier vorstellen, können Sie ab sofort bis zum 31. August einen oder mehrere Sterne auswählen, die Ihnen besonders gut gefallen:

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Die Sterne, die die meisten Stimmen bekommen, werden mit auf die Tour gehen. Mehr Informationen zum Voting gibt es hier.

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung und sind gespannt auf das Ergebnis, das im September auf Inside/News veröffentlicht wird.

Hierüber wird es auf www.oubey.com/inside/news bald noch konkretere Informationen geben. Eines steht aber schon heute fest: Wohin diese Reise auch immer gehen wird, es soll mindestens einer von OUBEYs StarPixels auf jeder Station der Tour dabei sein. Und das hat einen besonderen Grund:

OUBEY wollte tausend Sterne malen, als er im März 2004 mit der Arbeit an den StarPixels begann. Achtzig Sterne hatte er gemalt, als er im August 2004 ums Leben kam. Nichts von dem was er hinterlassen hat, erscheint unvollendeter als die neunhundertzwanzig gedachten Sterne, die in seinem Kopf bereits gemalt waren, aber malerisch nicht mehr von ihm realisiert werden konnten. Und zugleich ist in jedem der achtzig Sterne, die er noch malen konnte, bereits die Dimension des vollendeten Werks zu erahnen. Deshalb soll wenigstens einer dieser StarPixels immer dabei sein, wenn OUBEYs Bilder auf Tour gehen.

Welcher Stern gefällt Ihnen am besten?
An der Entscheidung, welche StarPixels mit auf die Tour gehen sollen, möchten wir Sie gerne im Rahmen eines Online Votings beteiligen. Aus der Vorauswahl von neun StarPixels können Sie einen oder mehrere Sterne auswählen, die Ihnen besonders gut gefallen:

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Wie einfach das geht sehen Sie hier.

Das Voting läuft bis zum 1. Oktober 2012. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme, freuen uns schon sehr auf Ihre Rückmeldung und sind gespannt auf das Ergebnis. Im September wird es hierzu dann einen extra Blogpost geben.

 

Ungebremste Unmittelbarkeit habe ich kennengelernt, als ich vor rund zwei Jahren den Encounter von einigen Kindern mit einem von OUBEYs Bildern miterlebte und sehen konnte, zu welchen Entdeckungen und Feststellungen sie dank ihres neugierigen, staunenden kindlichen Blicks dabei gekommen sind. Das Ergebnis steht als Video online.

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Alle Menschen haben die Fähigkeit, sich die Welt auf dem Weg des Staunens immer wieder neu zu erschließen. Kinder leben diese Fähigkeit ungebremst und hemmungslos aus. Das ist von der Natur sehr klug so eingerichtet, denn würden sie das nicht tun, würden sie nichts lernen können.

Wohin diese Fähigkeit sich im Verlauf des Erwachsenwerdens bei vielen Menschen verflüchtigt, ist unbekannt. Möglicherweise verschwindet sie so nie ganz, sondern gerät nur ganz tief nach unten in die verschütteten Regionen unserer schlummernden Talente.

Wer auch als erwachsener Mensch noch in der Lage ist, sich den staunenden Blick des Kindes, das er einmal war, zurückzuholen, kann sich freuen. Ich denke, das ist ein Teil vom Glück: sein ganzes Leben lang immer wieder die Position des Nicht-Wissens, des Fragens und des Staunens einnehmen und über den Schatten all der jahrzehntelangen Erfahrung und des damit angehäuften Wissens springen zu können. Um aus diesem Sprung heraus die Welt und sich selbst immer wieder zu erkunden und neu zu entdecken. Diesen Teil vom Glück hat OUBEY sich nie nehmen lassen. Er steckt in vielen seiner Bilder. Auch in dem, das den Kindern begegnete.

Das Encounter Video mit den Kindern gibt es hier online.

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