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Der OUBEY Experience film: Brilliante Feuerwerle von Pixeln können als Teil dieses experimentellen Videos mithilfe der Maus vom Betrachter bewegt werden.

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Der Virtual 360 Degree Studio Visit öffnet die Tür zu OUBEYs Atelier: Besucher der Webseite www.oubey.com sind eingeladen hier hineinzukommen, frei herumzuwandern und zu zoomen so viel sie möchten.

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Die Digital Discovery Bowl lässt die 3D-Qualität von OUBEYs Gemälden sichtbar werden. Eine unglaubliche Erfahrung: Während man die “magische Kugel” bewegt, kann man die Sonne und das Mondlicht wandern lassen und entdeckt die zahlreichen verschiedenen Bilder im Inneren jedes seiner Bilder.

Danke für die wunderbare Zusammenarbeit an Bernd Mueller‬, Lars Eberle, Patrick Juchli, as:if Film Matters, Ole Leifels, kubikfoto, Christoph Brosius, Jan Bubenik, Die Hobrechts.

Wir sind sehr an nicht vorhersehbaren, unerwarteten und überraschenden Gedanken und Assoziationen von Wissenschaftlern, Forschern, Futuristen, Philosophen, Sportlern und Kindern zu OUBEYs Werken interessiert. Wir ermutigen, diese Nicht-Kunst-Experten, ihre Reaktion mit uns zu teilen, während eine Kamera läuft.  Und OUBEYs Bilder ermöglichen es Ihnen loszulassen und die Erfahrung des Entdeckens zu genießen. Wenn sie zustimmen, wird ihre Video veröffentlicht und es kann anderen ermöglichen ihren ganz eigenen und persönlichen Zugang zu OUBEYs Kunst, und hoffentlich auch zu Kunst im Allgemeinen, zu finden. Dieser Ansatz von OUBEY MINDKISS ist definitiv einzigartig und wegbereitend.

Die folgende Collage vermittelt Ihnen einen ersten Eindruck von diesen Encounters.

Sie möchten eins der Videos anschauen? Dann besuchen Sie einfach die Encounters mit OUBEY und wählen Sie ein Video aus.

Sehen Sie hier ein paar Beispiele: OUBEY MINDKISS Buch // Spiegelkarte // USB Stick, Broschüre und Beutel des OUBEY Experience Films // OUBEY Kalender 2011 // “Wachsende” Einladung zur Global Encounter Tour // Landkarte des expandierenden Universums // Transparente Einladung zum 5thAnniversary.

Danke an Stefan Sagmeister, Sagmeister & Walsh // Roy Rub &Seth Labenz, Topos Graphics // JoeShouldice, @YesYesYes // Flo Gaertner – Magma Design Studio.

Eure Freundschaft und Beiträge machen OUBEY MINDKISS so besonders und einzigartig – wie es OUBEY und seine Kunst schon immer waren und noch sind.

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(Klicken Sie einfach auf die obigen Bilder um zum ganzen Fotoalbum zu gelangen)

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Dieses Universum entstand aus OUBEYs überwältigendem und fruchtbarem Erbe und begann mit einem Gefühl nicht zu wissen was passieren würde, fest an OUBEYs Pfad angelehnt, den er selbst in seinem kurzen Leben konsequent gefolgt ist.

“Alles ist mit allem verbunden.”, sagte OUBEY einmal. Daher steht jeder einzelne Schritt und Aktivität des MINDKISS Projektes eigenständig für sich allein, allerdings auch “pars pro toto” – für das Ganze. Alle zusammen bilden ein Ganzes, bei dem jeder Teil mit dem anderen auf irgendeine Weise verbunden ist. Das gesamte Ensemble repräsentiert Komplexität in all ihren Facetten und mit all ihren Herausforderungen.

Es basiert auf klaren radikalen Prinzipien, auf der einen Seite Konsequenz und Geduld, auf der anderen Seite ist es von einer radikalen Aufgeschlossenheit und Interesse für die kreativen Beiträge anderer auf der ganzen Welt getrieben.

Über die Nutzung des Internets als wesentlichen Kommunikationskanal zur Präsentation von OUBEYs Kunst, entwickelte sich das Projekt MINDKISS zu einer interaktiven, interkulturellen und experimentellen globalen Plattform, die eine immer größer werdende Community für sich gewinnt und sich mehr und mehr zu einer eigen-dynamischen Kraft wandelt.

Wenn Sie mehr über das Fundament von OUBEYs Werk erfahren möchten, klicken Sie einfach auf den nachfolgenden Link und schauen Sie sich den vier-minütigen Kurzfilm “OUBEY Complexity” an.

 

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Am 18. Dezember 2015 wurde der experimentelle Workshop von Dr. Bruno, Dagmar Woyde-Koehler and Dr. Kizito eröffnet. 60 Teilnehmer – unter Ihnen NIAAD Studenten und ugandische Künstler – trugen, inspiriert  von OUBEYs Originalwerken, mit ihren eigenen Kunstwerken bei. Sie drückten ihre Gedanken und Assoziationen zu OUBEYs Kunstwerken VISUELL aus, indem sie ihre eigenen Bilder direkt vor Ort malten.

Die Atmosphäre bei unserem experimentellen Workshop war entspannt und intensiv. Sehr freudvoll für jeden. Das ist nur einer der großen Unterschiede zwischen der Herangehensweise von OUBEY MINDKISS Kunst zu präsentieren und zu teilen und der von etablierten Museen und Gallerien.

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Mehr als 60 Gemälde wurden so letzten Freitag bei der OUBEY Encounter Session geschaffen. Drei von ihnen wurden vom MINDKISS Project ausgewählt mit der Global Encounter Tour weiterzureisen, als Zeuge der fruchtbaren und inspirierenden Begegnung  zwischen OUBEYs Kunstwerken und ungandischen Künstlern. An alle, die teilgenommen haben, Danke für diese einzigartige und bereichnernde Art und Weise des Teilens und Verbreitens der Grundidee hinter OUBEY MINDKISS!

Am 19. Dezember war die Ausstellung in der NIAAD frei zugänglich für die Öffentlichkeit. In diesen Tagen hatten wir so viele intensive und reizvolle Gespräche. Sehr viele Posts wurden von den Teilnehmern der OUBEY Experimental Encounter Session  geteilt und verbreitet. Danke an alle für das Teilen und Liken.

 

Entdecken Sie spannende Bilder dieser Station auf unseren Social Media Kanälen und viele weitere Details im nächsten OUBEY Newsletter Ende Januar.

 

„Was wir heute brauchen, sind keine visionären Vordenker, sondern neugierige Grenzgänger, denn Grenzgänger halten Komplexität aus“, lautete eine der zentralen Aussagen von Prof. Peter Kruse in seinem Vortrag zur Ausstellungseröffnung der OUBEY Global Encounter Tour in Berlin am 21. März 2013.

Kruse ist in Deutschland bestens bekannt für seine Erforschung der Leistungsfähigkeit und Funktionsweise von Selbstorganisation und intelligenten Netzwerken, für seine fundierten Kulturanalysen sowie für seine zuweilen provozierenden und polarisierenden Thesen.
Aus einem bis dahin so nicht gekannten Blickwinkel schaute er auf OUBEY und den eigenwilligen Entstehungsprozess seines künstlerischen Werkes, der geprägt war von den Eigenschaften und Fähigkeiten eines neugierigen Grenzgängers.

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Nun erhält OUBEYs Kunst im Rahmen des diesjährigen Drucker Forums einen ungewöhnlichen Präsentationsraum, der zugleich ein Resonanzraum der besonderen Art sein wird. Menschen aus aller Welt kommen zwei Tage lang in Wien zusammen, um sich mit Fragen des Komplexitätsmanagements zu beschäftigen und werden sich mit Hilfe der Sprache hierüber auf hohem Niveau austauschen. Werden über Ansätze, Modelle und Konzepte sprechen und der Frage nachgehen, was zu tun ist, damit Manager besser und erfolgreicher mit der Herausforderung zunehmender Komplexität und Dynamik umgehen können als bisher. Inmitten dieses Austauschs werden einige von OUBEYs Bildern ganz still, aber in einer universal verständlichen Sprache die keiner Worte bedarf, ihren eigenen Beitrag zum Verständnis dessen leisten, was Komplexität ist und was sie in uns auslöst. Eine Einladung zu neugierigem Grenzgängertum.

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Auf den ersten Blick scheint es keinen offensichtlichen Zusammenhang zu geben – weder zwischen Kunst und Management im allgemeinen noch zwischen Management und OUBEYs Kunst im besonderen. Der Zusammenhang entsteht in diesem Fall erst durch das Thema der Komplexität – ein Thema, mit dem OUBEY sich zeit seines Lebens und weit über sein künstlerisches Schaffen hinaus sehr intensiv auseinandergesetzt hat, seit er im Jahr 1981 „Dialog mit der Natur“ von Ilya Prigogine las. Eine geistige Auseinandersetzung mit Komplexität, Ganzheitlichkeit und Vernetzung von bahnbrechender Bedeutung in ihrer Zeit.

Um einen substanziellen Zusammenhang zwischen OUBEY und seiner Kunst einerseits und elementaren Fragen von Führung und Management im Kontext zunehmender Komplexität andererseits zu erkennen, bedurfte es einer Betrachtung aus besonderem Blickwinkel heraus, wie sie von Prof. Kruse in seinem Vortrag vorgenommen wurde.

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In seiner Stichwortliste der Kernkompetenzen eines neugierigen Grenzgängers finden sich bei Kruse mehrheitlich Qualitäten, die in der täglichen Führungs- und Managementpraxis, aber auch in der einschlägigen Managementliteratur eher seltener anzutreffen sind: Komplexität aushalten können, Instabilitäten tolerieren können, Unsicherheit und Irritation zulassen können, achtsam wahrnehmen, aufmerksam zuhören und Muster erkennen können – denn wenn man das kann, ist man sehr dicht dran am System, lernt es besser kennen und verstehen, kann mit den endogenen Kräften des Systems konstruktiv und gestalterisch arbeiten, kann (und muss sogar) auf manche der etablierten Führungsinstrumente verzichten. Neugierige Grenzgänger haben eine Leidenschaft für Reflexion, sie sind bereit und fähig, die in der Organisation vorhandene kollektive Intelligenz für das Finden von Lösungen zu mobilisieren und zu nutzen, d.h. sie aktivieren vorhandene Potenziale durch einen klugen Umgang mit Selbstorganisation. Führung und Management als ein intelligentes Wechselspiel zwischen Hierarchie und Netzwerkkreativität.

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Komplexität eröffnet Handlungsfelder, die zwar nicht wirklich beherrscht, jedoch aktiv und zielgerichtet gestaltet werden können, wenn die Handelnden dazu in der Lage sind, Situationen nicht als berechenbares abgeschlossenes „Sein“ zu begreifen, sondern in der Lage sind, sie als einen Augenblick im Prozess des „Werdens“ zu begreifen, an dem unzählige miteinander verknüpfte einflussnehmende Faktoren beteiligt sind. Im Prozess des Werdens lässt sich nicht oder nur sehr eingeschränkt vorhersagen, was als nächstes geschehen wird. Lineares Denken und mechanistische Vorstellungen von der Beziehung zwischen Ursache und Wirkung helfen hier nicht weiter. Unvorhergesehen eintretendes kann störend wirken, kann aber gerade deshalb auch hilfreich sein.

Komplexität birgt Chancen und Möglichkeiten zur Neuordnung von Systemen in sich, die wir erkennen und nutzen können. Unser Gehirn, das ein derart komplexes System wie unseren Körper steuert, „ist ganz hervorragend dafür geeignet, komplexe Zusammenhänge und Muster zu erkennen und Ordnung zu machen“, so Kruse. Dies gelingt allerdings nur unter einer Voraussetzung: „Man bekommt keine Neuordnung in Systemen hin, wenn man sich nicht irritieren lässt, wenn man sich nicht stören lässt.“ Widersetzt man sich der Irritation und verharrt im tradierten Muster, wird die Neugier im Gehirn nicht ausreichend stimuliert, um eine Neuordnung zu suchen und zu erkennen, ungeahnte Möglichkeiten bleiben unentdeckt.

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Es ist übrigens nicht der fürs Bewusste, rationale Analysieren zuständige kortikale Teil des Gehirns, der dies kann. Es ist der limbische, also der Teil, der fürs Unbewusste zuständig ist. Mustererkennung ist ein intuitiver Prozess. Das ist es vielleicht, was manche Künstler von den meisten Managern unterscheidet: Sie arbeiten nicht nur mit dem bewussten Teil ihres Gehirns, intuitiven Fähigkeiten ihres Gehirns in diesem Sinne zu nutzen und zu vertrauen?

Zwar ist es der Meteorologie gelungen, erstaunlich präzise Vorhersagen über so etwas Komplexes wie die Wetterlage zu machen, und dies sogar über längere Zeiträume hinweg. Ob es je so etwas wie eine „Meteorologie“ fürs Management geben wird, sei dahingestellt. Aber Komplexitätsforscher am Santa Fe Institut haben bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts immerhin die Muster und Prinzipien von Wechselwirkungsprozessen in Wirtschafts- und Finanzmärkten erforscht, mit interessanten Ergebnissen. Und welche fatalen Konsequenzen es haben kann, wenn Manager nicht dazu in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen, die die Wirkungsmechanismen eines komplexen Handlungsfelds berücksichtigen, hat Dietrich Dörner schon 1989 in seiner „Logik des Misslingens“ eindrucksvoll dargestellt. So stellt sich heute vor allem die Frage woran es denn liegt, dass dieses Wissen bisher nicht auf breiterer Ebene im Handeln und Verhalten von Managern seinen Ausdruck findet.

Es mag naheliegend sein zu glauben, dass es für einen Künstler einfacher sei, Lösungen für den Umgang mit Komplexität zu finden als für einen Manager. Für Künstler beginnt der freie und kreative Prozess im Sinne des neugierigen Grenzgängertums jedoch genauso wie für jeden anderen Menschen auch – mit der Entschlossenheit, konsequent den eigenen Weg zu gehen und der Fähigkeit, die eigenen Handlungsspielräume kontinuierlich zu erweitern.


Das Video über den Encounter von Prof. Peter Kruse mit OUBEYs Bild finden Sie hier.

 

Was könnte interessant sein für Menschen in Afrika an dem Werk eines deutschen Künstlers? Das herauszufinden ist Teil eines experimentellen Projekts.

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Was könnte interessant sein für Menschen in Afrika an dem Werk eines deutschen Künstlers? Das herauszufinden ist Teil eines experimentellen Projekts. Mit dem von ihr initiierten und geleitetenMINDKISS Projekt schafft Dagmar Woyde-Koehler seit fünf Jahren weltweit und fernab des etablierten Kunstbetriebs spannende Resonanzräume für die Begegnung zwischen Menschen unterschiedlichster Kulturen und Backgrounds mit den Bildern des deutschen Künstlers OUBEY.

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Uganda ist bereits die siebte Station dieser Global Encounter Tour. Dort findet am 18., 19. und 21. Dezember 2015 in Zusammenarbeit mit der Nagandu International Academy of Art and Design (NIAAD) erstmals ein interaktiv-interkulturelles Experiment der besonderen Art statt.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Insbesondere auf Twitter lässt sich verfolgen, wie kontinuierlich neue Follower aus Ländern dieser Erde hinzukommen, die wir bisher noch nicht erreicht hatten. So zuletzt beispielsweise Uganda, Nigeria, Chile, Israel und Palästina. Wir freuen uns über diese weltweit wachsende Resonanz. An der Spitze liegen weiterhin die USA, Deutschland und Großbritannien.

Zugleich nutzen wir auch die jüngeren Plattformen – seit einiger Zeit bereits  Instagram und nun seit kurzem auch Pinterest. Hier ein Blick auf unsere Pinterest Seite:

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Besuchen Sie uns und kommunizieren Sie mit uns – auf welcher Plattform auch immer. Wir freuen uns über Ihre Resonanz auf den Austausch mit Ihnen.

 

Social Media Links finden sich am unteren Ende der Website.

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 Klicken Sie hier und tauchen Sie, begleitet vom wunderbaren Klang gigantischer Alphörner, für ein paar Minuten ein in die wunderbare Welt von OUBEY MINDKISS.

 

Und genau in dieser Erkenntnis liegt die Möglichkeit, eine vielleicht ganz neue Sichtweise auf die Bedeutung und den Sinn unseres Hierseins zu gewinnen. Sein bemerkenswertes Kurzstatement fanden wir kurz nach der Veröffentlichung dieses Blogs im Internet und da es perfekt zum Themas dieses Beitrags passt, wollen wir es ihm voranstellen.
Menschen sind Wanderer und Entdecker – schon immer gewesen. In zigtausenden von Jahren der Wanderschaft durch die bisherigen Etappen der Evolutionsgeschichte kamen wir zu immer neuen Bildern von uns selbst, der Welt und dem Kosmos, in dem wir leben. Wir hielten den Erkenntnisstand einer Epoche für die Wahrheit und etablierte Institutionen erklärten den jeweiligen Status dann auch gerne mal zur absoluten Wahrheit – aus unterschiedlichsten Interessen heraus.

Wer es wagte, das geozentrische Weltbild von einer Sonne, die um die Erde kreist, anzuzweifeln oder gar wissenschaftlich zu widerlegen, wurde von der Kirche, die sich dieses Bild zu eigen gemacht hatte, bis aufs Blut bekämpft. Die Aufklärung begründete einen Triumphzug der Wissenschaft und räumte schrittweise mit den kirchlichen Denkmodellen auf. Im Zuge dieser Entwicklung entstand ein neues Selbstbild: Der denkende, forschende, alles hinterfragende Mensch, der Homo Sapiens verstand sich als einzigartige Spezies und erhob sich zum Maß aller Dinge. Wissenschaft und Forschung schufen die Grundlage für erstaunliche technische Entwicklungen, die dieses homozentrische Weltbild immer und immer wieder befeuerten. Über dieses Stadium sind wir heute noch nicht wirklich hinaus.

Nichts und niemand kann uns konnte uns bisher daran hindern oder uns aufhalten weiter zu wandern und zu forschen. In kritischen Phasen des Umbruchs wie der Renaissance oder der Aufklärung waren es zunächst nur einzelne wenige, die den Mut haben, weiterzuschreiten, vorwärts zu denken und neue Horizonte zu öffnen. Doch ihr Mut und die Kraft ihrer Erkenntnis konnten irreversible Prozesse auslösen, die auf alle und auf alles eine Auswirkung haben.

Nun sieht es so aus, als hätten wir genau auf diesem Weg heute, am Beginn des 21. Jahrhunderts, einen Erkenntnisstand erreicht, der uns an einen Wendepunkt des Selbstbewusstsein bring. Ob wir abdriften in eine Hybris oder uns in neuer Bescheidenheit wiederfinden, wird vielleicht eine der Fragen sein, die über den zukünftigen Werdegang unserer Spezies entscheidet.

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Astrophysik, und Astronomie haben die Grundlage für ein Weltbild geschaffen, das den Kosmos als Heimat unseres Planeten erkennt und uns Menschen als evolutionäre Konsequenz aus dem Sterben von Sternen: ein kosmozentrisches Weltbild, in dem wir uns als Teil des Ganzen verstehen. Die bemannte Raumfahrt hat uns zur ersten aller Generationen werden lassen, die ein kollektives Bild von der frei im All schwebenden wunderschönen Kugel im Kopf haben, die unser Heimatplanet Erde ist. Astronauten kehren mit einem anderen Bewusstsein auf die Erde zurück als dem, mit dem sie hinaus ins All gestartet sind.

Welche Rolle die neue, von uns selbst erschaffene Spezies der Künstlichen Intelligenz für unser Selbstbild und bei der weiteren Erforschung des Universums vielleicht schon in naher Zukunft spielen wird, weiß heute noch keiner so genau. Dass dem so sein wird, steht aber kaum noch außer Frage.

Und gleichzeitig verändert sich das Bild von unserer evolutionären Herkunft radikal. Die Genforschung hat durch DNA-Analysen die Grenzen der Paläoanthroplogie gesprengt und festgestellt, dass wir heutigen Menschen artverwandt sind mit den sogenannten „Archaischen Hominiden“, auf die wir bisher eher mit wissenschaftlichem Interesse, aber ohne irgendein Zugehörigkeitsgefühl geschaut haben. Wir sind nicht die einzigartige Spezies, für die wir uns bisher gehalten haben. In uns heutigen Menschen lebt genetisch die ganze Geschichte der prähistorischen Hominiden.

Während wir also gerade dabei sind, in neue weite Räume und zu wahrlich neuen Ufern aufzubrechen, stellt sich dank modernster Wissenschaftstechnologie immer klarer heraus, wer wir sind, woher wir kommen und dass wir nicht die sind, für die wir uns bisher gehalten haben. In dem Genom eines jeden von uns steckt ein Anteil des Neandertalers, mit dem der damalige „Homo Sapiens“ (vielleicht wird man einen neuen Namen finden müssen?) in der Gegend des heutigen Israel mehr als zehntausend Jahre lang in Nachbarschaft lebte. Und selbst Anteile von Hominiden, die vor mehr als 300.000 Jahre in Afrika lebten, konnten inzwischen nachgewiesen werden. Wir sind hervorgegangen aus einer Vermischung und diese Vermischung resultiert aus der Wanderschaft und dem Entdeckergeist unserer Ur-Vorfahren vor zigtausenden von Jahren. Ob uns diese Erkenntnis im Bewusstsein erreichen wird und was sie dort bewirken wird, steht auf einem anderen Blatt.

So ist das mit all den neuen Erkenntnissen dieser Tage. Sie bergen großartige Möglichkeiten einer neuen Selbstbestimmung in sich. Die Zahl und Qualität neuer Erkenntnisse wächst exponentiell mit rasantem Tempo. Immerhin hat uns die Evolution durch den aufrechten Gang zwei freie Hände geschenkt und auch ein fantastisches Gehirn, dessen Neugier uns in die Lage versetzt, Grenzen erfolgreich zu überschreiten. Und zu alldem ein Bewusstsein, das über die elementaren und existenziellen Fragen nachdenken und Entscheidungen treffen kann. Wir haben alles, was wir brauchen, um unsere Tat-und Willenskraft und unseren Forscherdrang mit einem Selbstbewusstsein in Demut und Bescheidenheit zu verbinden. Ob das ausreicht, wird sich zeigen. Wenn wir es selbst nicht tun, wird die Evolution das für uns übernehmen.

Wie gerne würde ich dieses Thema mit OUBEY diskutieren. Seine Gedanken hierzu wären sicherlich ebenso radikal und polarisierend wie befruchtend. Im Kern wären sie dieselben wie meine. Sie stecken auf ganz eigene Weise aber auch immer noch in seinen Bildern.

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OUBEY war zeit seines Lebens niemals in New York. Seiner prompten Antwort auf diese ungewöhnliche Frage lag kein persönliches Erlebnis zugrunde, das eine besondere Verbundenheit zu diesem Gebäude hätte erzeugen können. Und doch war er ihm so verbunden, dass er auf diese Frage diese Antwort gab. Er kannte die architektonische Konzeption, die Konstruktion, die Statik, die technischen Daten. Und er liebte die vollkommene Ästhetik der Twin Towers – vom ersten Tag an seit es sie gab.

Im November 2005 war ich zum ersten Mal in meinem Leben in New York. Ein Zweitages-Trip aus dem einzigen Grund, den Grafikdesigner Stefan Sagmeister zu fragen, ob er eventuell ein Buch über OUBEYs Kunst gestalten würde. Ich nutzte die knappe Zeit, um mit der Metro an die Südspitze Manhattans zum Ground Zero zu fahren – vier Jahre nach 9/11. Ich wollte und musste diesen Ort besuchen, an dem dereinst die Twin Towers so stolz und mächtig aufragten und an dem sich nun das Grauen der Verwüstung mit den Arbeiten am Fundament für das zukünftige Memorial vermischte. Seither kehrte ich jedes Mal, wenn ich in New York war, an diesen Ort zurück, zuletzt vor wenigen Wochen.

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In der erstmals seit 2001 wieder freigegebenen Greenwich Street stehend, bekam ich eine Vorstellung davon, wie es gewesen sein mag, wenn man hier vor dem 11. September 2001 gestanden hat und an den Türmen hinaufblickte, um deren oberes Ende zu erahnen.

Vor drei Jahren ergab es sich zufällig, dass ich beim Zappen in den Dokumentarfilm „Man on Wire“hineingeriet. Der Film zeigt, wie der junge Franzose Philippe Petit sich mit einigen Freunden gemeinsam sechs Jahre lang intensiv auf die wohl verrückteste und waghalsigste Drahtseilaktion aller Zeiten vorbereitet und sie dann auch tatsächlich am 7. August 1974 exerziert: auf einem Drahtseil, gespannt zwischen den Spitzen der beiden Türme des World Trade Centers. Wahnsinn! Das ganze Unterfangen war illegal, musste vor Ort im Geheimen vorbereitet werden, und am frühen Morgen dieses Tages stattfinden, obwohl es neblig war. Die Dokumentaraufnahmen zeigen alles, was man sehen muss, um es glauben zu können: wackelig, unscharf, authentisch, und absolut atemberaubend. Mit seinem abenteuerlichen Wagnis hat Philippe Petit, begeistert von der Einzigartigkeit dieses Gebäudes, von dem er sich zu dieser spektakulären Aktion geradezu eingeladen fühlte, den Twin Towers ein einzigartiges Denkmal gesetzt.

Nun kommt in wenigen Tagen ein Film in die Kinos, „The Walk“, der diese Geschichte erzählt. Ich werde ihn mir anschauen. Obwohl vom Regisseur Robert Zemeckis sicher hervorragend inszeniert, wird er dennoch nicht an die Wirkungskraft der authentische Dokumentation über den „Man on Wire“ heranreichen können. Allein schon aus dem Grund nicht, weil in Zemeckis´ Film die Twin Towers nur noch virtuell existieren.

Im Dokumentarfilm stehen sie tatsächlich und leibhaftig noch da, wo sie einst standen, und wo heute nur noch die Erinnerung an ihre einstige Existenz existiert. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat diese Geschichte auch etwas mit OUBEYs Bekenntnis aus dem Jahr 1992 zu tun, welches Gebäude er sein wollte, wenn er ein Gebäude wäre. Als er seine Antwort gab, standen die Türme noch und 9/11 war genauso unvorstellbar wie es der Drahtseilakt des Philippe Petit einst gewesen war.

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Dank der neu geschaffenen „Digital Discovery“ hat sich der Resonanzraum von OUBEY nun um eine weitere Dimension erweitert. Denn nun ist es möglich, die unmittelbare Begegnung mit originalen Werken von OUBEY nicht mehr nur mit den medial per Video vermittelten Eindrücken anderer Menschen von diesen Bildern zu verknüpfen, oder selbst bei laufender Kamera einem bis dahin unbekannten Bild von OUBEY zu begegnen. Nun kann man zugleich auch digital in die tieferen Schichten dieser Bilder vordringen, ihre verborgenen Strukturen und Farben durch virtuelle Lichtresonanz sichtbar werden lassen – indem man die „Magische Kugel“ dreht und auf diese Weise die Lichteinwirkung von Sonne und Mond über den Lauf von 24 Stunden hinweg selbst hervorruft.1

Was hierbei zum Vorschein kommt, ist aufregend und erstaunlich, wie ein Vergleich zwischen dem originalen “Pferdekopfnebel”  und zwei Momentaufnahmen seiner digitalen Exploration zeigt.

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Im Rahmen der Verleihung des „Young Leonardo Award“ am 14. September in Bonn konnten die Gäste diesen vierdimensionalen Resonanzraum im „OUBEY Experience Space“ auf sich wirken lassen. „Dieses Projekt ist >at the edge<, meinte  Prof. Leif Edvinsson, Leonardo-Ambassador, von manchen auch als „Mr. Brain“ bezeichnet. Nicht nur er, sondern auch die anderen Gäste waren begeistert, darunter Shyamal Majumdar, Leiter der UNESCO-UNEVOC und „Young Leonardo“ Preisträger Teemu Arina aus Finnland.

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Auch Christoph Brosius, der die „Digital Discovery“ Idee gemeinsam mit Dagmar Woyde-Koehler entwickelte und mit seinem Team dann realisierte, und der zu den vier Preisträgern des diesjährigen  „Young Leonardo“ gehört, hatte seinen Spaß im vierdimensionalen Resonanzraum.

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Im Bild von links: Christoph Brosius, Dagmar Woyde-Koehler, Jan Bubenik und der Kameramann des MINDKISS Projekts Christoph Harrer

Ihm und seinem Teamkollegen Jan Bubenik sagen wir herzlichen Dank für die Erarbeitung dieser wunderbaren Installation, die hoffentlich noch viele Menschen in unterschiedlichsten Kontexten erreichen und in eine neue Welt des Kunsterlebens versetzen wird – weltweit.

Das Prinzip des vierdimensionalen Resonanzraums im „Experience Space“ von OUBEY MINDKISS werden wir demnächst im OUBEY Blog ausführlicher vorstellen und erläutern.

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Die Gleichwertigkeit aller irdischen Lebewesen, die aus diesem Evolutionsprozess im Laufe der Jahrmillionen entsprungen sind, war für ihn ein unumstößliches Faktum. Vom Farnkraut bis hin zu den ausgestorbenen Dinosauriern, von der Ameise und dem Delphin über den Affen bis hin zum Menschen – für OUBEY war „alles mit allem verbunden“ und Teil eines Prozesses, eines großen Ganzen – von den kosmischen Verbindungen einmal ganz abgesehen. Dem fühlte er sich organisch verbunden.

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Seine intensive Auseinandersetzung mit Charles Darwin hat zu dieser Auffassung beigetragen. Darwin hat mit seinen Studien vor sehr langer Zeit belegt, dass diese Auffassung von OUBEY keineswegs entrückt oder esoterisch war. Er hat gezeigt wie sich die Evolution abgespielt haben könnte. Er hat auch gezeigt, dass es für soziale Verhaltensmuster menschlichen Zusammenlebens durchaus auch viele Parallelen in der Tier- und Pflanzenwelt gibt. Dieser Teil seiner Forschungsergebnisse wurde vom damaligen Zeitgeist und weit über ihn hinaus nicht nur ignoriert. Teile seiner Forschungsergebnisse wurden vielmehr willkürlich herausgegriffen, instrumentalisiert und umgedeutet bis hinein in die abstrusen „Theorien“ des Sozialdarwinismus, die im 20. Jahrhundert zur Rechtfertigung unglaublichster Verbrechen herhalten mussten.

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Darwin hat, entgegen landläufiger Meinung, auch dem Zufall seinen Platz in der Evolutionsgeschichte eingeräumt und keineswegs eine zwangsläufige Kausalität gepredigt, wie das in der Vergangenheit unter dem Titel „Survival of the Fittest“ so oft proklamiert wurde. Er hat die Dynamik und Komplexität des Entwicklungsgeschehens sehr früh gesehen und erkannt. Mehr noch: Er hat das Prinzip der elterlichen Fürsorge von Tieren, deren Nachwuchs einer mehrwöchigen, mehrmonatigen oder gar mehrjährigen Aufzucht bedarf, für ihre schutzlosen Neugeborenen als vergleichbar betrachtet mit der Fürsorge menschlicher Eltern für ihre jahrelang schutzbedürftigen Neugeborenen und Kinder. Und dies war für ihn zugleich Ursprung der Entwicklung von sozialem Verhalten unter uns Menschen überhaupt.

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Es geht hier nicht um den Nachweis im Detail. Den kann dieser Blog nicht leisten. Es geht darum, dass das, was die Nachwelt aus dem Vermächtnis von Darwin gemacht hat, immer offensichtlicher werdend wenig mit dem zu tun hat, was Darwin tatsächlich erkannt und aufgeschrieben hat. Jeder Zeitgeist sucht sich das aus dem Werk, was seiner Sichtweise auf die Welt und seinen jeweiligen spezifischen Interessen dient. Was populär ist, setzt sich durch und setzt sich fest im Bewusstsein der nachfolgenden Generationen. Was einmal erfolgreich zitiert wurde, wird dann wieder und wieder zitiert und weiter verwendet. Eine fatale Eigendynamik – zumindest aus Sicht des „Erfinders“.

Zu selten kommt es irgendwann noch einmal zu einer wirklich gründlichen Auseinandersetzung mit dem, was einer wie Darwin tatsächlich erforscht, erkannt und aufgeschrieben hat. Im Fall von Darwin hat Raphael Enthoven das am 14. Juni dieses Jahres in seinem ausgezeichneten Gespräch mit Jean-Claude Ameisen, Professor für Immunologie an der Universität Paris Diderot, auf Arte TV im sonntäglichen „Philosophie“ Diskurs dankenswerterweise nachgeholt. Eine geistige Reinigungs- und Klärungskur, die Darwin vom historischen Interpretationsballast und den dementsprechend verstellten Sichtweisen befreit hat.

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Aber was ist mit den vielen anderen, die ständig zitiert werden ohne dass irgendeiner je nachgelesen hätte, was der Kontext des Zitats eigentlich war und was damit überhaupt gemeint gewesen sein könnte? Ohne dass je miteinbezogen würde, welch umfassende Forschungs- und Erkenntnisleistung hinter diesen Zitaten eigentlich steckt? Die Toten können sich nicht gegen das wehren, was die Nachwelt aus ihnen macht.

Was ist die Konsequenz? Lesen wir die Originale! Und wenn wir nicht die Zeit haben, die Originale zu lesen, dann sollten wir zumindest verantwortungsvoll umgehen mit isoliert verbreiteten Zitaten. Sollten lieber zweimal nachfragen und recherchieren, bevor wir es unserem Zeitgeistinteresse einverleiben. Ein wenig Abstand vom Zeitgeist zu nehmen tut allemal gut. Hätte ich OUBEY nicht gekannt, wäre ich mir nicht so sicher, dass das möglich ist – wenn man es will. Wäre ich mit OUBEYs Bildern in Neuseeland nicht den Maori begegnet, wüsste ich nicht, wie respektvoll ein Volk mit dem Vermächtnis seiner Vorfahren umgehen kann. Denn das ist es letztlich: eine Frage des Respekts vor dem Lebenswerk unserer Vorfahren. Darwin ist nur ein Beispiel.

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In der Begegnung zwischen Prof. Stuart Kauffman, Mitbegründer des legendären Santa Fe Institutsund herausragender Komplexitätsforscher, und einem von OUBEYs Bildern ergab sich vor fünf Jahren bereits ganz unerwartet eine Verbindungslinie zu Darwin. OUBEYs Bild erinnerte ihn an „eine verschlungen gestrandete Darwin´sche Gestalt“. Hier können Sie das Video sehen.

 

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Dank dieser einzigartigen Installation werden die erstaunlichen Veränderungen von Farben und Strukturen in OUBEYs vielschichtigen Gemälden virtuell sichtbar gemacht, die diese Bilder offenbaren, wenn das natürliche Sonnenlicht aus unterschiedlichen Winkeln und in unterschiedlicher Intensität auf sie einwirkt. In dem zufälligen, natürlichen Erlebnis der durch Lichtresonanz hervorgerufenen Metamorphosen liegt der Ursprung der Idee, die zur „Digital Discovery“ führte. Durch die Bewegung einer „Magic Bowl“ kann der Betrachter nun das Licht von Sonne und Mond virtuell durch die digitale 3D-Reproduktion einiger Bilder hindurch wandern lassen und auf diese Weise erleben, was sich in den tieferen Schichten der Bilder abspielt – unabhängig von den tatsächlichen Lichtverhältnissen im Raum.

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Christoph Brosius, der gemeinsam mit Dagmar Woyde-Koehler die Idee der „Digital Discovery“ erfunden hat, erhält in diesem Jahr den „Young Leonardo Award“ für die innovative und geistreiche Entwicklung von Anwendungen, die aus Alltagserfahrungen spielerisch-lustvolle Erfahrungen werden lassen, darunter auch die „OUBEY Digital Discovery“. Aus diesem Anlass präsentieren wir im feierlichen Rahmen der Preisverleihung die Digital Discovery Show als „Raum-im-Raum“-Konzept und sind schon sehr gespannt auf die Resonanz der Gäste.

Die „OUBEY Digital Discovery“ Installation kann man übrigens auch für Veranstaltungen unterschiedlichster Art anmieten. Nehmen Sie hier Kontakt mit uns auf, wenn Sie mehr darüber wissen möchten. Wir freuen uns auf Ihr Interesse.

Nun komme ich von einem einwöchigen Aufenthalt zur Vorbereitung der nächsten Station der OUBEY Global Encounter Tour aus Uganda zurück.

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In dieser letzten Woche wurde ich in Uganda immer wieder gefragt, wie ich auf die Idee kam, mit OUBEYs Kunst dorthin reisen zu wollen. Bis vor zweieinhalb Monaten wäre ich niemals auf die Idee gekommen, mit OUBEY nach Uganda zu reisen. Also war diese Frage auch für mich selbst sehr interessant. Die damit verbundene Geschichte zeigt, was geschehen kann, wenn man im Vertrauen auf die Anziehungskräfte vorhandener Energien dem Möglichen eine Chance gibt, Wirklichkeit zu werden. Ich erzähle diese Geschichte hier in aller Kürze. Ich erzähle sie nicht zuletzt auch deshalb, weil ich hoffe, dass sie andere dazu ermutigen wird, der vermeintlichen Kraft des Planens immer öfter einmal auch das Vertrauen auf die Möglichkeit des Geschehens entgegenzusetzen.

Vor gerade mal zwei Monaten sprach in einer Konferenzpause des Freedom Forum in Oslo, die absolut nichts mit dem MINDKISS Projekt zu tun hatte, ein Mensch, der mich und das OUBEY MINDKISS Projekt seit einem Jahr kennt, mit einem anderen Konferenzteilnehmer namens Eirik Jarl Trondsen ohne mein Wissen über mein Projekt. Als ich nach der Pause ins Auditorium zurückkehrte, stellte sich heraus, dass eben dieser Eirik direkt hinter mir in der nächsten Stuhlreihe saß. Wir wechselten ein paar Sätze, ich gab ihm meine Karte und den kleinen Leporello übers Projekt. Danach sahen wir uns nicht wieder.

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Wenige Tage später erhielt ich eine Einladung nach Uganda. Eirik hatte sich die Website des OUBEY MINDKISS Projekts sehr genau angeschaut und fand, dass ein Besuch der Global Encounter Tour in Uganda sinnvoll und reizvoll sein könnte. Er kennt Uganda und Kenya seit 20 Jahren, betreibt dort seit vielen Jahren das von ihm initiierte Affirmative Art Projekt, das junge Menschen in diesen Ländern dabei unterstützt, in der allgemeinen Perspektivlosigkeit für sich selbst eine persönliche Perspektive zu entwickeln – auf künstlerischen Wegen der Selbstentdeckung und des Selbstausdrucks. Da das MINDKISS Projekt eher Interdisziplinarität sucht als die Nähe zu anderer Kunst, war ich skeptisch. Als ich die Website des „Affirmative Art“ Projekts sah, verwandelte sich diese Skepsis sofort in Neugier und Sympathie.

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So nahm ich seine Einladung an. Für unser Vorbereitungstreffen in Uganda blieb letztlich nur ein kurzes Zeitfenster in der letzten Juliwoche. Es war einer dieser Entscheidungsmomente, die ich „it´s now or never“ nenne. Also quetschte ich aus meinem vollen Kalender die letzte Juliwoche heraus, buchte den Flug und das Hotel und fand mich am 26. Juli mittags in Entebbe wieder. Nicht wissend, wen ich dort eigentlich treffen und was ich dort erleben würde. Zum allerersten Mal in meinem Leben überhaupt in Afrika. Ein kleines Abenteuer.

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Mein (Selbst)Vertrauen wurde reichlich belohnt. Eirik war und ist nicht nur selbst begeistert von der Idee dieser Zusammenarbeit. Er hatte im Vorfeld auch die potenziellen einheimischen Partner der Nagandu International Academy of Art and Design NIAAD und des Makerere College in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, neugierig gemacht. In den intensiven Begegnungen und Gesprächen, die ich mit ihm, Dr. Kizito Maria und Dr. Bruno Sserunkuuma führen konnte, wurde deutlich, dass es sich hier um einen Glücksfall der besonderen Art handelt.

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Die große Freude unserer Partner an OUBEYs Kunst, das tiefe Verständnis von deren Bedeutung, die vollkommene Übereinstimmung mit den Grundideen des OUBEY MINDKISS Projekts und, darüber hinaus, sogar erste Ideen zur Schaffung ganz neuer Resonanzräume, die es im OUBEY Projekt bisher noch nie gegeben hat – einerseits. Und andererseits auch meine Begeisterung für die ausdauernde großartige Leistung dieser außergewöhnlichen Menschen über so viele Jahre hinweg, der Verlorenheit und Perspektivlosigkeit junger Menschen in ihrem Land – die Mehrzahl ist jünger als 30 Jahre – etwas aus eigener Kraft entgegenzusetzen.

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So vieles habe ich erlebt in dieser Woche, was zu erzählen wert wäre, aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde. Immer wieder wurde mir gesagt, welch große Ehre es sei, dass ich mit OUBEYs Kunst nach Uganda kommen werde im Dezember dieses Jahres. Ich kann darauf nur antworten, dass ich die bisher erlebte Resonanz und die damit verbundene Einladung meinerseits als große Ehre für mich und auch für OUBEY und seine Kunst empfinde. Etwas Schöneres und Aufregenderes als diese bevorstehende Station der Global Encounter Tour kann ich mir für unser Projekt derzeit kaum vorstellen.

Angesichts der Infrastruktur vor Ort wird die Logistik nicht einfach sein. Aber wir werden die Herausforderung meistern. Und wir werden eine Offenheit, Direktheit und Fröhlichkeit erleben im Umgang mit OUBEYs Bildern wie wir sie bisher nicht kannten. Dessen bin ich mir nach dieser Woche, in der ich so viel erleben und miterleben durfte, ganz sicher. Ich liebe diese Geschichte, schon jetzt.

 

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